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Rostocker Anhänger verbrannten einen Berliner Banner und zündeten Stadionsitze an.
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Rostocker Anhänger verbrannten einen Berliner Banner und zündeten Stadionsitze an.

Vorfälle in Rostock

Ohnmacht nach Eskalation in Rostock

Nach den Fan-Auseinandersetzungen bei der Partie Rostock gegen die Hertha gibt es den ersten Hilferuf: Der Fußball allein könne die Probleme nicht mehr lösen.

Nach der Fan-Eskalation von Rostock wirkten die Verantwortlichen von Hansa und Hertha BSC geschockt und ratlos.

„Wir halten bis zur 74. Minute ein grandioses 0:0. Dann ist es 20 bis 50 Vollidioten anscheinend wichtiger, das eigene Wohnzimmer, das Ostseestadion, abzufackeln, anstatt die Mannschaft zu unterstützen“, erklärte Hansas Vorstandschef Robert Marien nach einem Erstrunden-Spiel, das als Schande und zugleich als Warnung in die Geschichte des DFB-Pokals eingeht.

„Das sind Handlungen, die niemand in einem Fußballstadion haben will. Deshalb wird es ein Thema sein, das Vereine, Verbände und die Fanlager in den nächsten Wochen beschäftigen wird“, erklärte Hertha-Manager Michael Preetz. Der 2:0-Sieg des Berliner Fußball-Bundesligisten sowie die gut organisierte und lange erfolgreiche Gegenwehr des Drittligisten Hansa Rostock wurden angesichts der Vorfälle auf den Rängen in den Hintergrund gedrängt.

Gezielte Leuchtspuren Richtung der gegnerischen Fans

Im Hertha-Block mit rund 2000 Berliner Anhängern wurden immer wieder Feuerwerkskörper und auch Raketen gezielt Richtung Rostocker Zuschauer gezündet. Die Hansa-Ultras setzen Hertha-Banner und Sitze in Brand. Schiedsrichter Robert Hartmann musste die Partie zweimal unterbrechen, einmal für zwei, dann sogar für 18 Minuten.

Hansa-Chef Marien beschrieb die Ohnmacht der Verantwortlichen, die sich nach dem Eklat mehr als bisher breitmachte. „Wenn man sieht, dass hier 1700 Polizisten und über 300 Ordner unterwegs waren, dass Spürhunde und HD-Kameras im Einsatz sind. Da wird im Bereich der Kontrolle alles getan, was getan werden kann. So etwas kann man sicher nur gesamtgesellschaftlich lösen, nicht allein als Drittligist.“ Der FC Hansa war gerade vom DFB-Sportgericht wegen diverser Vorfälle auf den Tribünen zu zwei Auswärtsspielen ohne Fans verurteilt worden, spielte zudem auf Bewährung.

Auch Hertha-Manager Preetz machte deutlich, dass der Einfluss der Clubs auf die Randalierer und gewaltbereite Fans eingeschränkt ist. „Den müssen sie mir zeigen, der da auf die Fans einwirken kann“, sagte der einstige Stürmer zu den aktuellen Vorfällen: „Das ist schlichtweg unmöglich.“ Und Hansa-Trainer Pavel Dotchev bemerkte: „Wir distanzieren uns davon, wir können so was nicht ändern, nur versuchen, Vorbilder zu sein. Es ist leider so. Sehr schade, dass so etwas beim Sport, beim Fußball noch passiert.“

Die späten Tore zum 2:0 (0:0) für Hertha vor 22 400 Zuschauern durch die späten Tore von Mitchell Weiser (86. Minute) und Vedad Ibisevic (90.+2) wurden quasi zur Randnotiz. Sogar ein Spielabbruch war nicht mehr auszuschließen. Marien berichtete von der klaren Ansagen des Referees: „Noch eine Aktion in dem Ausmaß und das Spiel wird abgebrochen. Es war schon nahe dran.“ (dpa)

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