In Feierlaune: Lukas Podolski mit Pokal neben den anderen beiden Altstars David Villa (Mitte) und Andreas Iniesta. spo
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In Feierlaune: Lukas Podolski mit Pokal neben den anderen beiden Altstars David Villa (Mitte) und Andreas Iniesta. spo

Rückkehr nach Köln?

Offene Zukunft

Lukas Podolski gewinnt mit Vissel Kobe den japanischen Pokal - aber wie geht es jetzt weiter?

Lukas Podolski feierte im goldenen Lametta-Regen mit Andres Iniesta, heizte mit dem Kaiserpokal in der Hand den Fans in der Kurve ein und genoss den historischen Moment in vollen Zügen. Am Ende des womöglich letzten Kapitels seines Japan-Abenteuers gewann der Ex-Nationalspieler mit Vissel Kobe und seinem deutschen Trainer Thorsten Fink das Pokalfinale und damit den ersten Titel der Vereinsgeschichte.

„Der Klub ist der Stolz der Stadt“, sagte Kobes Bürgermeister Kizo Hisamoto und verwies auf die bewegende Geschichte: „Vissel Kobe wurde geboren, als die Stadt 1995 von einem furchtbaren Erdbeben getroffen wurde, und ist ein Teil der Bevölkerung geworden. Nun wurde der lang ersehnte Titel gewonnen.“

Den feierten Podolski und Co. allerdings nicht in Kobe, sondern am Neujahrstag im Neuen Nationalstadion von Tokio, wo im Sommer die Olympischen und Paralympischen Spiele ausgetragen werden. Kobe setzte sich mit dem 34 Jahre alten Podolski in der Startelf mit 2:0 gegen die Kashima Antlers durch. Die Treffer erzielten Tomoya Inukai (18.) mit einem Eigentor und Noriaki Fujimoto (38.).

Ex-Weltmeister Podolski wurde in der Nachspielzeit ausgewechselt. Für den Rheinländer war es der vierte Pokalsieg im vierten Land. 2008 war er mit dem FC Bayern in Deutschland, 2014 mit dem FC Arsenal in England und 2016 mit Galatasaray Istanbul in der Türkei Cup-Sieger geworden.

Am Mittwochmorgen wird der 130-malige Nationalspieler in Kobe sein, wenn die Mannschaft im Meriken Park festlich empfangen wird. Doch die Zukunft des Stürmers ist offen. Sein Vertrag läuft Ende des Monats aus und es ist nicht unwahrscheinlich, dass das Pokalendspiel sein letzter Einsatz im Land der aufgehenden Sonne war.

Während Trainer Fink auf einen Verbleib seines Stars hofft, stehen die Interessenten offenbar Schlange. Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtete zuletzt von interessierten Vereinen aus den USA, Polen, Mexiko und Brasilien. Die Fans seines früheren Bundesligaklubs 1. FC Köln träumen zudem von einer Rückkehr ihres Idols. Sicher scheint aber lediglich, dass Podolski seine Karriere im Gegensatz zum für ihn im Pokalfinale eingewechselten früheren Welt- und Europameister David Villa nicht beenden wird.

Die Zeitung listete als mögliche neue Station Chicago Fire – den Ex-Klub von Podolski-Kumpel Bastian Schweinsteiger – und Gornik Zabrze aus Podolskis polnischer Heimat auf. Gehandelt werden zudem CF Monterrey in Mexiko und Flamengo Rio de Janeiro. In Köln scheinen die Verantwortlichen eher darauf bedacht, Podolski nach dessen aktiver Karriere prominent einzubinden. Der Stürmer hält seit jeher eine enge Beziehung zur Domstadt, in der er längst auch als Geschäftsmann tätig ist.

Seine nächste Reise führt Podolski zumindest in die Heimat. Am 12. Januar wird der beliebte Profi bei dem von ihm veranstalteten Hallencup in Gummersbach am 12. Januar dabei sein. Die Frage nach seiner Zukunft könnte dann schon beantwortet sein. (sid)

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