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OFC und FSV mit prominenten Neuzugängen

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Von: Jörg Moll, Jakob Böllhoff

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Offenbacher Königstransfer: der ehemalige Bundesligastürmer und frühere Nationalspieler Österreichs Philipp Hosiner.
Offenbacher Königstransfer: der ehemalige Bundesligastürmer und frühere Nationalspieler Österreichs Philipp Hosiner. © Harald Bremes/Jan Huebner

Philipp Hosiner und Marcel Heller: Prominente Neuzugänge in Offenbach und Frankfurt zum Re-Start der Regionalliga.

Philipp Hosiner zählt die Stunden bis zu seinem Pflichtspieleinstand für Kickers Offenbach. Der Winterzugang des Fußball-Regionalligisten kann es kaum erwarten, endlich an diesem Freitag (19 Uhr) gegen den FC Rot-Weiß Koblenz am stimmungsvollen Bieberer Berg (9289 Fans sind zugelassen) für seinen neuen Klub aufzulaufen. „Ich freue mich, dass die Vorbereitung vorbei ist“, sagt der 32-Jährige, der vom Zweitligisten Dynamo Dresden zum Aufstiegsaspiranten der Regionalliga Südwest gekommen ist: „Jetzt weiß jeder: Jetzt wird es ernst.“

15 Spiele sind es bis zum Saisonende am 14. Mai. Das Ziel ist klar: Der Aufstieg soll her für den aktuellen Tabellendritten (44 Punkte), der aber ein Spiel weniger ausgetragen hat als die vor ihm platzierten SSV Ulm und FSV Mainz 05 II (je 46). „Ich habe ein gutes Gefühl“, sagt der österreichische Ex-Nationalspieler Hosiner, der sich schnell in Offenbach eingelebt hat. „Das Trainingslager in der Türkei kam zum richtigen Zeitpunkt, es hat mir den Einstieg erleichtert“, betont der Stürmer. Auch eine Wohnung für seine Frau und den jungen Nachwuchs hat er mittlerweile in Aussicht.

Über seine neuen Teamkollegen ist der frühere Bundesliga-Stürmer des 1. FC Köln, der in Drittligazeiten mit dem SV Sandhausen auch schon am Bieberer Berg spielte, voll des Lobes: „Wir haben eine sehr gute Mischung, gute Fußballer, die Mannschaft ist technisch stark.“ Hosiner soll dazu beitragen, dass die Qualität noch weiter steigt. Die Erwartungshaltung ist groß, besonderen Druck verspürt der 32-Jährige aber nicht. „Ich bin keiner, der drei Spieler austanzt und dann die Kugel in den Winkel schießt. Ich bin ein mannschaftsdienlicher Spieler und stelle den Mannschaftserfolg in den Vordergrund. Und im Team ist jeder voneinander abhängig.“

OFC-Coach Sreto Ristic weiß um die Qualitäten des Offenbacher Königstransfers in diesem Winter, nicht zuletzt, weil er als Assistent und Interimscoach einst in Chemnitz in der Dritten Liga mit Hosiner arbeitete. 2019/20 erzielte der Österreicher 19 Tore, gab sechs Vorlagen.

Am 14. Mai darf nur zu gerne der nächste Aufstieg in seiner Vita fest verankert werden. „Aber es ist noch keiner aufgestiegen durch Sprechen, wir müssen abliefern – und damit wollen wir am Freitag anfangen“, betont Hosiner: „Aber ich bin guter Dinge.“

FSV-Abstieg wäre fatal

Auch beim FSV Frankfurt hat man einen prominenten Neuzugang vermeldet in diesem Winter: Flügelstürmer Marcel Heller (36 Erstligaeinsätze für Eintracht Frankfurt, 210 Erst- oder Zweitligaspiele für Darmstadt 98) unterschrieb einen Vertrag bis Saisonende. Das Ziel ist klar am Bornheimer Hang: Der Abstieg soll unbedingt vermieden werden. Insgesamt frischten sechs neue Spieler den Kader des Tabellen-Viertletzten auf.

Wie Heller aus der Vereinslosigkeiten kamen der erfahrene niederländische Angreifer Cas Peters (28 Jahre alt, 30 Erstliga- und 237 Zweitligaspiele in den Niederlanden), Mittelfeldspieler Luka Garic (21, zuletzt Kickers Offenbach) und Außenverteidiger Clirim Recica (22, zuletzt FC Wacker in Österreich). Der serbische offensive Mittelfeldspieler Dusan Crnomut (25) wechselte vom FC Wiltz (erste Liga Luxemburg) zum FSV, Rechtsaußen Felix Heim (20) leihweise von Rot-Weiß Essen. Dren Hodja, Sebastian Schreiber (beide Bayern Alzenau) und Ihab Darwiche (Pars Neu-Isenburg) verließen Bornheim derweil.

FSV-Trainer und Sportdirektor Thomas Brendel sieht seine Mannschaft so für die verbleibenden 14 Spiele gut aufgestellt, um den Abstieg in die Hessenliga zu verhindern. Der hätte fatale Folgen für den Klub, der sich komplett neu aufstellen müsste und auch sein Nachwuchsleistungszentrum nicht mehr unterhalten könnte.

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