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OFC enttäuscht

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Von: Christian Düncher

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Schon die zweite Niederlage im dritten Spiel. Diesmal 0:1 in Koblenz.

Beim mit großen Zielen und Erwartungen in die Saison gestarteten Fußball-Regionalligisten Kickers Offenbach sind einige Fans bereits nach dem dritten Spieltag mit ihrer Geduld am Ende. Im Anschluss an die 0:1-Niederlage bei Rot-Weiß Koblenz bekamen die Spieler sowie Trainer Alex Schmidt den Unmut eines erheblichen Teils der mitgereisten Anhänger zu spüren.

„Dass man das erste Spiel verliert, kann passieren. Wir haben danach eine gute Reaktion gezeigt. Dass die Fans nun nach der zweiten Pleite im zweiten Auswärtsspiel sauer sind, ist verständlich“, sagte Innenverteidiger Jason Breitenbach, der beim Gegentor nicht gut ausgesehen hatte.

Schmidt hatte nach dem 5:2-Heimsieg gegen Hoffenheim II von einem „Befreiungsschlag“ gesprochen und mit Blick auf die 0:1-Auftaktniederlage in Worms auf einen Lerneffekt gehofft. Beides erwies sich aber als Trugschluss. Wie in Worms hatte der OFC mehr vom Spiel, wie in Worms kassierte er den Gegentreffer nach einem langen Ball. Und das, obwohl die Kickers das Verteidigen solcher Situationen unter der Woche trainiert hatten. „Man kann nicht jede Situation zu 100 Prozent verhindern“, so Schmidt. „Von zehn solcher Bälle haben wir acht gut verteidigt.“ Ohnehin: „Das kann man mit Worms nicht vergleichen.“

Der OFC, der erstmals in dieser Saison zweimal in Folge mit der gleichen Startelf antrat, aber auf Dejan Bozic und Jakob Zitzelsberger (beide Adduktorenprobleme) verzichten musste, war dominanter als im Saisonauftaktspiel. Doch richtig gefährlich wurde es zu selten. Schmidt würdigte zwar das Bemühen seiner Spieler („Sie haben alles probiert, alles investiert“), vermisste aber die „Durchschlagskraft“ und den „letzten Punch“. Das Ergebnis sei „ein bitterer Nachmittag“ gewesen.

„Ich habe in der Pause gewarnt, dass das trügerisch ist“, sagte der OFC-Coach mit Blick auf den „Riesenballbesitz“. Doch kurz nach Wiederanpfiff geschah, was nicht passieren sollte. „Bis zum Gegentor haben wir es ordentlich gemacht“, so Schmidt. „Danach waren wir niedergeschlagen – und nicht mehr so gut. Man kann auswärts mal ein Gegentor kassieren, aber wir müssen normalerweise das Potenzial haben, um ein bis drei zu erzielen.“ Der OFC-Coach sieht sein auf vielen Positionen neuformierte Team in einem „Prozess“, wie er betonte. „Wir müssen schauen, dass wir stabiler werden.“ Viel Zeit bleibt dafür nicht. Am Sonntag (14 Uhr) im Derby gegen den FSV Frankfurt darf sich der OFC keinen weiteren Ausrutscher leisten.

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