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Hängende Köpfe in Mainz: die schlappen Bayern-Stars Thomas Müller (rechts) und Robert Lewandowski.
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Hängende Köpfe in Mainz: die schlappen Bayern-Stars Thomas Müller (rechts) und Robert Lewandowski.

Bayern-Niederlage in Mainz

Nur der Tiger lacht

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Dem designierten deutschen Meister fehlt in Mainz der Bock auf den vorzeitigen Titelgewinn – der wird ohnehin so trostlos wie nie über die Bühne gehen.

Draußen vor der Mainzer Fußballarena hatten sich viel mehr Menschen versammelt als je zuvor seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Familien mit Kindern, die die berühmten Meisterspieler des FC Bayern voller Ehrfurcht persönlich besichtigen wollten, sowie Fans, die vor allem aus Anlass gemeinsamer Feierlichkeiten des neunten Titels in Folge gekommen waren. Indes: Der fest eingepreiste Sieg bei Mainz 05 fiel aus. Stattdessen setzte es für die müde und uninspiriert wirkenden Münchner die bereits vierte Saisonniederlage und die Gegentore 39 und 40.

Die Stimmung war dennoch nicht bei allen Mitgliedern des Trosses unglückselig. Im Gegenteil: Co-Trainer Hermann „Tiger“ Gerland verließ den Innenraum mit wieherndem Lachen. Der 66-Jährige hatte zuvor mit dem alten Kumpel, dem Mainzer Torwartrainer Stephan „Kuhni“ Kuhnert, einen bestgelaunten Kameraden angetroffen. Da kann eine ohnehin verdiente Niederlage schon mal kurz in Vergessenheit geraten.

Zumal dieses 1:2 in Mainz den Bayern nicht sonderlich wehtut. Die dadurch etwas verschobene Meisterschaft ist allenfalls als Phantomschmerz zu spüren in einer Gemengelage nach Aus in Pokal und Champions League und angesichts des bevorstehenden Abgangs von Trainer Hansi Flick, was viel tiefere Wunden gerissen hat. Dass sogar die bis vor kurzem beste Mannschaft der Welt in diesem atmosphärischen Umfeld nicht im Schweinsgalopp durch jedes Spiel reiten kann, überrascht nicht. Selbst Thomas Müller oder Joshua Kimmich blieben unsichtbar und still. Flick hatte schon vor dem Anpfiff einen Spannungsabfall bemerkt.

Eine andere Form der Spannung wird sich nun wieder aufbauen, denn es stehen Gespräche an, die einer Lösung harren. Die Bayern sind ja nicht blöd. Wie sehr sich DFB und Flick auch dabei verrenken, bloß nicht zuzugeben, dass sie nach dem Rücktritt des in Mainz als Beobachter anwesenden Bundestrainers Joachim Löw zueinander finden wollen, ist die Stoßrichtung doch klar. Es wäre eine Sensation, würde der FCB Flick kostenlos gehen lassen. Damit das klar ist: „Wenn wir Hansis Wunsch entsprechen sollen, müssen alle Parteien gemeinsam eine Lösung finden, mit der auch der FC Bayern zufrieden ist,“ sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge der „Bild am Sonntag“.

Der Respekt vor dem tapferen Gegner Mainz 05 schien größer als der interne Respekt voreinander. Zu viel ist wohl kaputtgegangen im Verhältnis FC Bayern/Hansi Flick. Es dräut der trostloseste Titelgewinn der Klubgeschichte.

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