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Ohne Jobgarantie: Niko Kovac.

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Niko Kovac: Zeichen auf Abschied

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In München kann es an den kommenden beiden Wochenenden in Meisterschaft und Pokal noch zu einem glimpflichen Saisonabschluss kommen. Aber ob das den Trainer rettet?

Wenn Niko Kovac das nüchtern für sich zusammenfasst, was er auch am gerade erst vergangenen Wochenende wieder vernommen haben dürfte, müsste er zu einem ähnlichen Schluss kommen wie Thomas Schaaf im Frühjahr 2015 bei Eintracht Frankfurt. Seinerzeit hatten die negativen Schwingungen aus einflussreichen Teilen der Führungsetage der Eintracht den Cheftrainer trotz einer sportlich soliden Saison dazu bewegt, unmittelbar nach Saisonschluss die Konsequenzen zu ziehen und sich aus dem noch laufenden Vertrag zu verabschieden. Am Ende war das eine große Erleichterung für beide Seiten, denn es gab keine gemeinsame Vertrauensebene mehr, um eine Zusammenarbeit, in der nie Herzenswärme entstanden war, zukunftsträchtig fortzusetzen. Man einigte sich auf eine Abfindung und verabschiedete sich leidenschaftslos. Alle wussten: So hätte es keinen Sinn mehr miteinander gemacht.

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In München kann es an den kommenden beiden Wochenenden in Meisterschaft und Pokal noch zu einem glimpflichen Saisonabschluss kommen. Aber die Schrammen, die Niko Kovac schon seit Wochen hartnäckig von Boss Karl-Heinz Rummenigge und obendrauf am Samstagabend im Sportstudio von dessen Adlatus Hasan Salihamidzic zugefügt wurden, dürften beim Kroaten nur schwerlich verheilen. Rummenigge und Salihamidzic verstärkten nach dem soliden Spiel in Leipzig den öffentlichen Eindruck, dass Kovac intern kaum Fürsprecher auf operativer Ebene hat. Es geht nur noch um eine Art Schadensbegrenzung. Salihamidzic drückt es so aus: „Wenn wir Meister werden, wird es eine zwei plus. Wenn nicht, dann wird es eine Scheißsaison.“ Die Wortwahl sagt einiges über das Maximum an Druck, der auf Kovac lastet und über das Minimum an Geborgenheit, das er dabei zu spüren bekommt.

Niko Kovac: Allenfalls geduldet

Entsprechend wand sich der Sportdirektor auf drängende Nachfragen von Moderator Jochen Breyer wie eine Kaulquappe, um Kovac nur ja nicht aus Versehen eine Vertragsbestandgarantie auszusprechen (und sich damit gewiss einen Rüffel von Boss Rummenigge einzuhandeln). Die trübe Erinnerung an das Achtelfinal-Aus in der Champions League gegen den FC Liverpool sitzt im stolzen Bayernherz tiefer als die Anerkennung über die Aufholjagd im Titelrennen und das Erreichen des Pokalendspiels. Meisterschaft und Pokalfinale werden im „Mia-san-Mia“-Gefühl gleichermaßen als Selbstverständlichkeit angesehen, die kein Trainer der Welt verhindern kann. Das 1:3 im Rückspiel gegen Liverpool geht hingegen in der internen Analyse zuvorderst auf die Rechnung von Kovac. Salihamidzic: „Das hat uns nicht gefallen. Das war mutlos.“

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Man kann daraus schließen: Seit Kovac diese für den FC Bayern bedeutendste Messlatte in der Königsklasse derart deutlich gerissen hat, hat er keine Zukunft mehr in München als allseits anerkannter Fußballfachmann. Allenfalls wird er noch geduldet. Das ist keine Grundlage für erfolgreiche Zusammenarbeit.

Eine, siehe vorn, „Scheißsaison“ würde Kovac ohnehin nicht genehmigt, und selbst die Note zwei plus klingt verdächtig wie ein mangelhaft ohne Sternchen. Zu groß sind die fundamentalen Zweifel an der Befähigung des Trainers, die Bayern auch international voranzubringen. Zumal auch Führungsspieler Joshua Kimmich im „Spiegel“-Interview die Chance freiwillig verstreichen ließ, Kovac ausdrücklich den Rücken zu stärken. Auf die konkrete Frage wich Kimmich lieber aus.

Niko Kovac hat in diesem Umfeld tapfer Haltung bewahrt. Er sollte das bald wieder tun und von sich aus gehen.

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