Borussia Dortmund

Nico Schulz beim BVB vor der Tür

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Marcel Schmelzer macht sich verdient.

Der Tag, an dem in Dortmund ein Trainer nicht mehr mit Jürgen Klopp verglichen wird, wird ein guter für alle BVB-Fans sein. Der Tag, an dem das geschieht, würde eine Meisterfeier auslösen. Sieben Jahre ist es her, dass zuletzt die Schale am Borsigplatz ihre Runden drehte. Damals dabei und heute noch im Kader: Marcel Schmelzer, Lukasz Piszczek und Mario Götze. Wie können die drei ihrer Mannschaft helfen, dass ein Klopp-Vergleich ab Samstag obsolet wäre?

Götze blüht unter Trainer Lucien Favre immer mehr auf. Zu Beginn der Saison noch der große Verlierer, machte er sich unverzichtbar. Sieben Tore erzielte der variable Zehner schon, bereitete in der laufenden Spielzeit acht Tore vor. Im Schnitt läuft er fast 13 Kilometer pro Spiel. Ein intelligenter Spielertyp, der den Unterschied machen kann.

Vizekapitän Piszczek ist hinten eine Bank, hat mit 63 Prozent eine der besten Zweikampfquoten des BVB und überzeugt trotz seines fortgeschrittenen Alters (33 Jahre) mit Offensivimpulsen. Als Mitglied des Mannschaftsrates, dem auch Marco Reus, Schmelzer sowie Julian Weigl und Thomas Delaney angehören, hat er genug Autorität, um seine Mitspieler mitzureißen.

Der Dritte im Bunde, Marcel Schmelzer, kann sportlich nicht annähernd so bestehen wie seine beiden Kollegen. Er aber zeigt immer wieder, was einen Musterprofi ausmacht. Der 31-Jährige hält die Füße still, stellt sich ganz in den Dienst der Mannschaft. Wobei das mit dem Stillhalten bei ihm eben doch nicht so stimmt. Der Reservist springt in nahezu jeder Partie am Spielfeldrand hin und her. Korrigiert hier, korrigiert dort. Beim Zittersieg gegen Fortuna Düsseldorf etwa koordinierte er – als Einwechselspieler hinter dem eigenen Tor stehend – die Raumdeckung bei einem Eckball. Er nimmt junge Spieler zur Seite, pusht gestenreich sein Team – und kann so einen Impuls geben, der entscheidend sein könnte. Für die linke Abwehrseite steht der BVB laut „Bild“ vor der Verpflichtung des Hoffenheimers Nico Schulz. Der 26-Jährige erhält angeblich einen Vierjahresvertrag und soll 25 Millionen Euro Ablöse kosten.

Samstag geht es zunächst um nicht weniger als die neunte Deutsche Meisterschaft für den BVB. Ein Endspiel und Fernduell mit dem FC Bayern. Dortmund muss die Nerven bewahren und in Gladbach siegen, gleichzeitig auf eine Niederlage der Bayern gegen Eintracht Frankfurt hoffen. „Wir haben keinen Druck mehr. Den haben nur die Bayern. Wir können nichts verlieren, nur gewinnen“, sagte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke. Ein Manöver, um den tatsächlichen Druck von seiner doch eher unerfahrenen Mannschaft zu nehmen.

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