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Max Eberl.

Borussia Mönchengladbach

Ein neuer Plan für Borussia Mönchengladbach

Das vorzeitige Aus für Dieter Hecking bei Borussia Mönchengladbach ist beschlossen. Doch wen holt der Fußball-Bundesligist als Nachfolger?

Marco Rose für Dieter Hecking: So könnte die strategische Neuausrichtung bei Borussia Mönchengladbach aussehen. Der Trainer des österreichischen Fußballmeisters FC Red Bull Salzburg gilt bei der Suche nach einem Hecking-Nachfolger als perfekter Kandidat. Mit 42 Jahren ist der gebürtige Leipziger ein junger Chefcoach, gilt als cool, entspannt, sachlich und erfolgsorientiert.

In Max Eberls Hinterkopf scheint vieles auf Rose hinauszulaufen, wenngleich der Borussia-Sportdirektor aktuell „nichts zu verkünden“ habe. Nach Informationen der Tageszeitung „Rheinische Post“ hat sich Eberl aber bereits mit Rose ausgetauscht.

Zudem wird kolportiert, dass der Coach bei den Salzburgern eine Klausel hat, die ihm einen Ausstieg in diesem Sommer ermöglicht - gegen die Zahlung einer Ablösesumme, die nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA drei Millionen Euro betragen soll.

Noch aber sei kein Verein an die Verantwortlichen der Österreicher herangetreten. “ „Nein, es gibt bei uns keine Anfrage“, sagte der Salzburger Medienchef Christian Kircher der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

Was könnte Eberl mit Rose vorschweben? Ein Stück weit wolle sich die Borussia für die Zukunft neu aufstellen, „wir müssen Dinge in diesem Club neu strukturieren“. Das ist nachvollziehbar, weil der Bundesligist nach neunten Plätzen in den Spielzeiten 2016/17 und 2017/18 ein dauerhaft höheres Level auf Europacup-Niveau erreichen möchte.

Der gedankliche Prozess in Eberl reifte „über die vergangenen Wochen“, ehe sich der 45-Jährige in der Länderspielpause final entschied, was er intern vorschlagen wollte: einen Neubeginn ohne Hecking, dessen Kontrakt erst im November bis 2020 verlängert worden war.

Naiv sei er nicht, betonte Eberl, als er die Trennung von Hecking verkündete. Logisch: Wenn sich ein Verein für ein solches Vorgehen entscheidet, müssen die Verhandlungen längst so weit vorangeschritten sein, dass eigentlich nur noch Unterschriften fehlen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Rose an den Niederrhein kommt, dürfte größer geworden sein. Nach übereinstimmenden Medienberichten wird er nicht neuer Trainer und Nachfolger von Bruno Labbadia beim VfL Wolfsburg und sagte nach Informationen des „Kicker“ und des „Sportbuzzer“ den Niedersachsen ab.

Der ehemalige Erstligaprofi Rose galt lange Zeit als Top-Kandidat von Wolfsburgs Sportchef Jörg Schmadtke, der im TV-Sender Sky bestätigte, man habe sich mit Rose beschäftigt. Schmadtke ließ vieldeutig wissen, dass Rose „bei mehreren Clubs für Interesse zu sorgen scheint“. Darunter soll auch Schalke 04 sein.

Jedenfalls hat Rose mehrere Optionen, zu denen er unlängst in einer Sky-Sport-Austria-Sendung sagte: „Ich glaube, dass man das nicht so oft in seiner Karriere hat, dass man viele Anfragen hat und dann auch viele Möglichkeiten.“ (dpa)

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