FCK

Nächste Zäsur am Betzenberg

Auch nach der angekündigten Trennung von Sportchef Bader rumort es in Kaiserslautern heftig.

Die Geschichte vom Niedergang des 1. FC Kaiserslautern ist um ein Kapitel reicher. Der Fußball-Drittligist hat auf die sportliche Krise reagiert und trennt sich zum Jahresende von seinem Sport-Geschäftsführer Martin Bader.

Der Beirat des Vereins entschied am Sonntag, den am 31. Dezember auslaufenden Vertrag des 51-Jährigen nicht zu verlängern, nachdem die Pfälzer infolge einer 1:3-Niederlage bei 1860 München am Samstag auf einen Abstiegsplatz abgestürzt sind. Bei der Mitgliederversammlung am 20. Oktober droht zudem die Abwahl des gesamten Beirats. Der Traditionsverein steht erneut vor einer kompletten Zäsur.

Bader war seit Februar 2018 für die Geschicke der Lauterer verantwortlich, trug somit die Verantwortung für die fehlgeschlagene Kaderplanung der aktuellen und vergangenen Spielzeit. Vor zwei Wochen stellte der frühere Nürnberger mit Boris Schommers nach Sascha Hildmann und Michael Frontzeck bereits den dritten Trainer ein. Weil auch Bader den schon Jahre andauernden sportlichen Niedergang nicht stoppte, respektive sogar beschleunigte, folgt nun die Trennung.

„Uns war es wichtig, keine emotionale Kurzschlussentscheidung zu treffen. Wir wollen in den Gremien seriös und in Ruhe über die kommende sportliche Leitung beraten und den FCK hier neu aufstellen“, erklärte der Beiratsvorsitzende Patrick Banf. Eine Nachfolgeregelung ist jedoch noch nicht in Sicht. Bader steht seit Monaten heftig in der Kritik, bei den Fans und auch intern.

Die anstehende Neubesetzung auf der Geschäftsführerposition ist jedoch nur ein kleiner Teil dessen, was dem FCK bevorsteht. Gleich zwei der fünf Beiräte traten am Sonntag von ihren Ämtern zurück, Jürgen Kind und Paul Wüst. Kind begründete dies damit, er könne „die Entscheidung, Bader nicht umgehend zu beurlauben, nicht mittragen“. Wüst machte persönliche Gründe für seinen sofortigen Rückzug geltend: „Die Beschimpfungen, Denunziationen und Rücktrittsforderungen, denen ich ausgesetzt bin, kann ich aus gesundheitlichen Gründen einfach nicht mehr weiter ertragen.“ (dpa)

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