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Macht ihm alles keinen Spaß mehr bei den Bayern: Coach Hansi Flick.
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Macht ihm alles keinen Spaß mehr bei den Bayern: Coach Hansi Flick.

Voll daneben: FC Bayern München

„Nächste Frage, bitte“

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
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Bei den Bayern herrscht Eiszeit zwischen Trainer Flick und Sportchef Salihamidzic: Das geht nicht mehr lange gut.

Ist das ganze Gezerre, dieses unwürdige, furchtbar nervige Scharmützel zwischen zwei erwachsenen Männern in aller fremdschämenden Öffentlichkeit, vielleicht doch einfach nur ein Stellvertreterkrieg? Geht es womöglich doch eher um Uli Hoeneß versus Karl-Heinz Rummenigge, die beiden Alphatiere bei den Bayern, die sich seit Jahrzehnten um die Rangfolge balgen? Und die beide am Ende ihrer Funktionärskarrieren noch schnell Pflöcke einschlagen wollen? Diesen Gedanken hat jetzt TV-Experte Didi Hamann in die Diskussion eingebracht, einer, der als ehemaliger Spieler das Innenleben des FC Hollywood nur zu gut kennt. Könnte gut möglich sein: Hasan Salihamidzic ist der Hoeneß-Intimus, Rummenigge unterstützt so gut es geht Hansi Flick, und die beiden „meinungstarken Typen“ (Bayern-Präsident Herbert Hainer), in herzlicher Antipathie zueinander eingestellt, fetzen sich via Kameras in Echtzeit. Ein gutes Bild gibt er FC Bayern derzeit so oder so nicht ab.

„Das muss ein Ende haben“, ruft Rummenigge den Streithähne zu, und doch geht der Streit immer weiter. Der Riss zwischen Vorstand Salihamidzic, der mit seiner stumpfen Ungelenkigkeit so gar nicht zu dem Münchner Weltklub passt, und einem Fußballlehrer, der den Bayern nach dem Kovac-Fehlgriff unverhofft sechs Titel bescherte, dieser Riss ist nicht mehr zu kitten, zu weit liegen beide in wesentlichen Personal-Fragen auseinander. Die Führungskräfte würdigen sich keines Blickes mehr, selbst beim Torjubel am Samstag im Spiel gegen Union Berlin (1:1) gehen sie sich aus dem Weg, abgeklatscht wird nicht. Das ist von purer Verachtung nicht mehr weit.

Es herrscht Eiszeit

Hans Flick hat öffentlich zuletzt gar nicht mehr zwischen den Zeilen gesprochen, sondern klipp und klar gesagt, was er von „Brazzos“ Transferpolitik hält. Die Mannschaft im vergangenen Jahr sei „qualitativ besser“ gewesen, und dass man in diesem Jahr erneut das Maß aller Dinge sei, liege an den in Trainingsanzug und kurzen Hosen arbeitenden Männern. Der Burgfrieden, vor Wochen geschlossen, ist längst gebrochen. Es herrscht eine neue Eiszeit. Ist es da ein Wunder, dass der eher uneitle Hansi Flick, im Wissen um die Machtverhältnisse bei den Bayern, ernsthaft darüber nachdenkt, seine Mission an der Säbener Straße zu beenden? Provoziert er womöglich sein Ende? Zumal ja die Hängematte Bundestrainerjob warten könnte?

Womöglich weiß Flick tatsächlich noch nicht, wie es weitergeht mit ihm beim FC Bayern. Ist das fehlende Bekenntnis zum Klub eine Flicksche Retourkutsche auf die vielen kleinen Nadelstiche (siehe Boateng-Vertrag) der letzten Zeit? „Glauben Sie, mir macht das Ganze noch Spaß“, sagte Flick jetzt zu einem Reporter, der ihn zum x-Mal nach seiner Zukunft befragte. „Nächste Frage, bitte“ entgegnete der 56-Jährige, wie angekündigt.

Immerhin läuft es trotz der Gerangels und des Remis mit einer Notelf gegen Union sportlich halbwegs rund. Doch ein Aus am Dienstag im Viertelfinale der Champions League bei Paris St. Germain, das angesichts des 2:3 im Hinspiel möglich ist, könnte die Krise beim FC Bayern verschärfen. Es wäre eine selbst heraufbeschworene.

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