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Nachnominierter Maxi Arnold: Sein rätselhafter Status bei Flick

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Von: Niklas Kirk

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Maximilian Arnold kritisiert die Haltung vieler seiner Kollegen beim DFB.
Ein seltenes Bild: Maximilian Arnold beim DFB © Marc Schueler/Imago Images

Als Reaktion auf die Ausfälle von Julian Brandt und Leon Goretzka rückt Maximilian Arnold ins Team. Eine WM-Perspektive wird sich daraus aber wohl nicht ergeben.

Frankfurt – Wie der DFB am Mittwoch mitteilte, musste neben Manuel Neuer und Leon Goretzka nun auch Julian Brandt krankheitsbedingt aus dem Quartier der Nationalmannschaft in Frankfurt abreisen. Um die Ausfälle zu kompensieren, wurde Maximilian Arnold vom VfL Wolfsburg nachnominiert.

Eine Personalie, die in Anbetracht der Vielseitigkeit des Wolfsburgers Sinn ergibt. In der Zentrale ist der 28-Jährige, der in Niedersachsen als Kämpfer geschätzt wird, sowohl defensiv als auch offensiv einsetzbar. Die Flexibilität wird somit schon mal erhöht. Was sich wiederum als wage herausstellt, ist die Perspektive, die Arnold mit der Nachnominierung erhält.

Maximilian Arnold im DFB-Team – „Weiß nicht genau, wo ich stehe“

Denn zum Dauergast im DFB-Team ist Arnold bisher nicht avanciert. In der WM-Qualifikation im vergangenen Herbst reichte es für den dreifachen Nationalspieler gegen Liechtenstein und Armenien jeweils nur für Einwechslungen. Für die Länderspiele im März und den Nations-League-Partien im Juni kamen keine weiteren Einladungen mehr von Bundestrainer Hansi Flick. Nachteilig für Arnold dürfte zudem die Konkurrenzsituation auf seiner angestammten Position im zentralen Mittelfeld auswirken. Mit Joshua KimmichLeon Goretzka und Ilkay Gündogan stehen bereits Schwergewichte für die Startelf bereit, bevor man über die Alternativen von der Bank nachdenken muss.

Auf seine Situation im Nationalteam angesprochen, äußerte sich der Wolfsburger im Juli gegenüber dem Kicker verunsichert: „Nach meinen Länderspielen im November hatten wir zwar noch einmal Kontakt. Ich weiß aber nicht genau, wo ich stehe“. Auch die Aussicht auf die kommende WM sieht er pragmatisch. Natürlich wäre er „gerne dabei“, ergänzte aber versöhnlich: „Wenn das nicht klappt, dann drücke ich vor dem Fernseher die Daumen.“

Die Nations-League-Partien bieten so zumindest die Möglichkeit für Arnold abseits vom grauen Liga-Alltag mit dem VfL Wolfsburg (fünf Punkte aus sieben Bundesligaspielen) einmal Luft im Nationalteam zu schnappen. Auf dem Weg zum Turnierstart gerät unterdessen die Postion des Außenverteidigers in den Fokus. Hier sucht man vergebens nach der Idealbesetzung. (nki)

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