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Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp siegte nach Rückstand und in Unterzahl mit 4:3 gegen Crystal Palace.

Premier League

Nach Zittersieg: Verschnaufpause für den FC Liverpool

Liverpool bekommt nach dem nervenraubenden Sieg gegen Crystal Palace eine Pause, die laut Jürgen Klopp dringend nötig ist. Manchester City bleibt dicht an den Reds dran. Mesut Özil ist bei Arsenals Sieg gegen Chelsea nur Bankdrücker.

Jürgen Klopp war froh, dass sein FC Liverpool nun erst mal Pause hat. „Es wäre eine große Herausforderung gewesen, wenn wir am Mittwoch und Samstag schon wieder spielen müssten“, sagte der Trainer nach dem 4:3 (0:1) gegen Crystal Palace, „das hätten wir nicht geschafft, ehrlich.“

Weil die Reds aus beiden Pokalwettbewerben raus sind, hat der Tabellenführer elf Tage spielfrei. „Das ist keine echte Pause“ betonte Klopp, „wir müssen das zum Trainieren nutzen.“

Der knappe Heimsieg hatte Nerven und Kraft gekostet. Der überragende Mohamed Salah (46./75. Minute), Roberto Firmino (53.) und Sadio Mané (90.+3) sorgten für den Erfolg gegen die hartnäckigen Londoner, die durch Andros Townsend (34.) in Führung gegangen waren und nie aufgaben. James Tomkins (65.) glich aus, der Ex-Schalker Max Meyer (90.+5) setzte den Schlusspunkt in dem Fußball-Thriller.

„Jemand hat mich gefragt, was mein Gefühl nach dem Abpfiff war“, berichtete Klopp, „es war Erleichterung“. Kurz vor der turbulenten Nachspielzeit hatte James Milner nach einem Foul Gelb-Rot gesehen. In den Vorjahren hätte Liverpool so ein Spiel womöglich nicht gewonnen. Doch in dieser Saison ist das anders. Die Zeitung „Telegraph“ sah „weitere Beweise für die Robustheit der Titelambitionen in Anfield“.

Der Sieben-Punkte-Vorsprung hielt nur kurz. Verfolger verkürzte Manchester City durch ein 3:0 (1:0) beim Schlusslicht Huddersfield Town wieder auf vier Zähler. Der Meister gewann ohne Mühe dank Danilo (18.), Raheem Sterling (54.) und Leroy Sané (56.).

Knapp eine Woche nach der Trennung von Trainer David Wagner kassierte Huddersfield die 16. Niederlage im 23. Spiel. Laut Medienberichten sollen die Terriers kurz vor der Verpflichtung von Trainer Jan Siewert stehen, dem bisherigen U23-Coach von Borussia Dortmund.

Im Kampf um einen Platz unter den ersten Vier, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt, gelang dem FC Arsenal ein wichtiges 2:0 (2:0) gegen den Lokalrivalen FC Chelsea - eine französische Co-Produktion mit Toren von Alexandre Lacazette (14.) und Laurent Koscielny (39.). Überschattet wurde der Erfolg von Hector Bellerins Verletzung, deren Ausmaß eine Untersuchung am Montag klären soll.

Ob Mesut Özil in London noch eine Zukunft hat, ist weiterhin fraglich. Trainer Unai Emery ließ seinen Topverdiener auf der Bank. Der frühere England-Profi und Kolumnist Jamie Carragher nannte Özil „ein Problem“, denn „Arsenal gewinnt tendenziell mehr ohne ihn“.

Die Gunners rückten auf drei Punkte an den Vierten Chelsea heran. Und Blues-Coach Maurizio Sarri war nach der Derby-Pleite stinksauer auf seine Mannschaft. „Tatsache ist, dass diese Gruppe von Spielern extrem schwer zu motivieren ist“, schimpfte der Italiener.

Um Platz vier zeichnet sich ein Dreikampf zwischen Chelsea, Arsenal und Manchester United ab. Dank Paul Pogba (27./Strafstoß) und Marcus Rashford (42.) gewann der Rekordmeister mit 2:1 (2:0) gegen Brighton & Hove Albion, für das der Deutsche Pascal Groß (72.) traf. Durch den sechsten Sieg im sechsten Ligaspiel unter Interimstrainer Ole Gunnar Solskjaer bleibt Man United punktgleich mit den Gunners Fünfter.

(Von Philip Dethlefs, dpa)

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