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Nach Vergewaltigungsvorwürfen: Stuttgarter Karazor droht Haftstrafe

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Atakan Karazor wurde in seinem Urlaub auf Ibiza festgenommen. Ihm wird eine sexuelle Straftat vorgeworfen. Aktuell sitzt er in Untersuchungshaft.

Ibiza – Mittelfeldspieler Atakan Karazor vom Bundesligisten VfB Stuttgart wird von einer 18-Jährigen Spanierin der Vergewaltigung bezichtigt. Wie mehrere Medien berichten, richtet sich die Anzeige der Frau gegen den Fußballer und einen Freund. Der kicker berichtet unter Berufung auf Experten, dass sechs Monate Untersuchungshaft drohen.

Der VfB Stuttgart äußerte sich nur in einer kleinen Mitteilung zu dem Vorfall, da es sich um ein „laufendes Verfahren“ handle. „Der VfB ist mit seinen Anwälten in ständigem Kontakt.“ Karazor bestreite jede strafbare Handlung, wie der Club mitteilte.

Karazor vom VfB Stuttgart wird vorgeworfen auf Ibiza eine Frau vergewaltigt zu haben.
Karazor vom VfB Stuttgart wird vorgeworfen auf Ibiza eine Frau vergewaltigt zu haben. © Frank Hoermann/Sven Simon/imago

VfB Stuttgart-Profi droht sechsmonatige Untersuchungshaft

Gerade auf den Balearen dauere die Untersuchungshaft „oft mindestens sechs Monate“. Dies erklärte die Rechtsanwältin María Barbancho mit Sitz auf Mallorca in einem Bericht des Sportmagazins kicker. Ingo Bott von der Rechtsanwaltskanzlei Plan A, dem deutschen Kooperationspartner von Barbancho sieht das genauso. „Das ist nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich“, sagte er mit Bezug auf einen längeren Aufenthalt in Untersuchungshaft auf der balearischen Urlaubsinsel.

Damit könnte Karazor, der zuletzt Leistungsträger beim VfB war und sich damit ins Blickfeld der türkischen Nationalmannschaft gespielt hatte weite Teile der Vorbereitung auf die kommende Saison verpassen. Einzige Möglichkeit dies zu umgehen, wäre eine Haftverschonung. Diese „ist realistisch nur möglich, wenn der Spieler strenge Meldeauflagen beachtet“, sagten die Expertin und der Experte. „Diesen Auflagen kann er auch gegenüber dem spanischen Konsulat in Stuttgart nachkommen.“

In Spanien wurde zuletzt das Sexualstrafrecht verschärft. Nach diesem muss sich ein Opfer bei einer sexuellen Straftat nicht wehren, damit diese als solche eingestuft wird. Jeder sexuelle Übergriff wird damit als Vergewaltigung angesehen. Es droht eine Strafe von bis zu 15 Jahren Haft. (Jan Oeftger)

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