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Verwickelten den Favoriten ständig in Zweikämpfe: Union Berlin um Julian Ryerson (re.), hier gegen Bayerns Serge Gnabry.
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Verwickelten den Favoriten ständig in Zweikämpfe: Union Berlin um Julian Ryerson (re.), hier gegen Bayerns Serge Gnabry.

Union Berlin – FC Bayern München 1:1

Mia san miad

  • vonJosé Carlos Menzel López
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Der FC Bayern München sehnt sich der kurzen Winterpause entgegen – in Berlin reicht es nur zu einem Punkt.

Allzu rund muss es nicht laufen beim Rekordmeister, wenn selbst Karl-Heinz Rummenigge auf der Ehrentribüne zum beinharten Ultra wird. So geschehen am Samstagabend in Berlin-Köpenick, wo der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern so ganz und gar nicht zufrieden war mit dem Auftritt seiner Mannschaft – und darauf in bester Fanmanier von den Rängen des Stadions An der Alten Försterei runter auf den Rasen brüllte. „Wir müssen wach werden, Hansi“, rief Rummenigge in Richtung des Trainers Flick. Und weiter: „Wir müssen Fußball spielen.“

Die Sätze des Chefs zeigten Wirkung, die Bayern retteten dank Robert Lewandowski noch einen Punkt beim Überraschungsteam Union Berlin. Von Mia san mia kann nach dem Auftritt in Berlin jedoch nicht wirklich die Rede sein. Eher von: Mia san miad. Auf Hochdeutsch: Die Bayern sind müde.

Berliner überzeugen erneut

Kein Wunder bei insgesamt 48 Spielen im Corona-Jahr 2020. Und zwei – kommenden Mittwoch daheim gegen Wolfsburg und der Jahresabschluss am Samstag bei Bayer Leverkusen – stehen ja noch aus. Die geballte Müdigkeit eines ungemein erfolgreichen, aber mindestens ebenso kräftezehrenden Jahres war auch gegen die Berliner zu spüren.

Auf der einen Seite geschlauchte Bayern, auf der anderen frische, nicht in der Champions League geforderte Unioner, die den Münchnern von Anfang an zusetzten. Die Folge: Der fünfte Rückstand in der fünften Ligapartie in Folge nach bereits vier Minuten, diesmal in Form eines Kopfballs nach Standardsituation durch den starken Grisha Prömel.

Ärgerlich, wie Hansi Flick fand, der nach dem Schlusspfiff keinen Hehl aus seinem erneuten Unmut machte. „Das Tor für Union war nicht gut verteidigt. Das war genau der Punkt. Wir wollten, dass einer blockt. Die ersten Minuten waren wir eh nicht auf dem Platz. Da kommt so ein Standardtor dann mal vor. Wenn der erste Ball schon gefährlich wird. Das Selbstvertrauen war nicht da“, haderte der Cheftrainer des FC Bayern mit der Vorstellung seiner Schützlinge. Dass diese nicht komplett unter die Räder kamen, lag insbesondere an Taiwo Awoniyi.

Die bärenstarke Liverpool-Leihgabe aufseiten Unions hatte zweimal die Gelegenheit, den Münchnern die zweite Pleite des Jahres nach dem 1:4 in Hoffenheim zuzufügen, dem Angreifer schlotterten im direkten Duell mit Torwart Manuel Neuer aber auch zweimal die Knie.

„Es nervt als Torwart immer“, gab der Münchner Schlussmann hinterher mit Blick auf Gegentreffer Nummer 14 aus den vergangenen elf Spielen zu. Ausflüchte wollte Neuer allerdings keine nennen: „Wir suchen keine Ausreden, das wäre zu einfach. Wir konnten gegen Moskau rotieren. Es sind einfache Fehler, die uns nicht passieren dürfen. Wir müssen in Zukunft wieder öfter zu null spielen.“

Zweimal bietet sich seiner Mannschaft in diesem Jahr noch die Gelegenheit dazu. Gerade das Duell in Leverkusen dürfte mit Blick auf die Herbstmeisterschaft von entscheidender Bedeutung sein. Jetzt gilt es für die Bayern, die letzten Körner zusammenzukratzen und dem Triplejahr 2020 einen passenden Abschied zu bereiten. Andernfalls gibt es sicherlich noch mehr zu hören vom Tribünenschreihals Rummenigge.

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