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Stuttgart geht geschlagen vom Platz.

Schiedsrichterentscheidungen

Meckert mehr!

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Manchmal bleibt nicht nur der Pfiff des Unparteiischen unverständlicherweise aus, sondern auch das Veto aus Köln. Dagegen können Spieler etwas tun. Ein Kommentar.

Bei Spiel der Hertha aus Berlin gegen gegen den VfB Stuttgart faustete Hertha-Profi Karim Rekik den Ball mit der Hand aus der Gefahrenzone. Ein Pfiff blieb aus. Macht ja nichts, mag man sich da denken, in Köln sitzen ja Video-Schiedsrichter, die auch für solche Fälle da sein sollten.

Günter Perl, in der Zentrale für die Partie in der Hauptstadt zuständig, intervenierte aber nicht. Später hat der Video-Schiri seine Fehlentscheidung eingestanden. „Es war fahrlässig von mir“, sagte der Unparteiische der Bild-Zeitung: „Ich habe das erst zwei Minuten später auf dem Bildschirm gesehen und gedacht: Schöne Scheiße!“

Es gab halt keinen Protest

Perl verwies außerdem darauf, dass die Stuttgarter auf dem Platz offenbar auch nichts vom Handspiel mitbekommen hatten. „Es gab seitens der Stuttgarter auch keinen Protest“, sagte er, weshalb die Szene nicht mehr überprüft worden sei.

Auch Jochen Drees, DFB-Projektleiter Videoassistent, äußerte sich am späten Samstagabend im Sportstudio des ZDF ähnlich: „Die Situation war unscheinbar, es hat niemand reklamiert.“

Bei so viel Stille sollte sich in Zukunft dann bitte sehr niemand mehr darüber wundern, wenn auf den Plätzen das in der Vergangenheit allseits kritisierte Lamentieren der Spieler wieder zunimmt – sofern das überhaupt möglich ist. Denn eines lernt der Profi aus solch einem Spiel sehr schnell: Ruhe lohnt nicht immer. Zumindest nicht auf dem Platz.

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