FSV Frankfurt

Matchwinner Daniel Endres

  • vonMarkus Katzenbach
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Der FSV Frankfurt siegt dank seines Keepers im Hessendell gegen Gießen – und hat am Mittwoch die Chance, in der Regionalliga-Tabelle ganz nach oben zu klettern.

Der eine oder andere Spieler des FSV Frankfurt sank nach einem großen Kampf entkräftet zu Boden oder schnaufte erst einmal schwer durch, bei Thomas Brendel aber war trotz des Herumtigerns an der Seitenlinie einige aufgestaute Energie übriggeblieben. Und so legte der Cheftrainer und Sportliche Leiter des FSV Frankfurt, kaum dass der Erfolg gegen den FC Gießen am Samstagnachmittag gewiss war, einen beachtlichen Sprint quer über den Rasen am Bornheimer Hang hin, der Abpfiff als Startschuss, Schlussmann Daniel Endres schnurstracks in die Arme. „Er hat uns in der Aktion das 1:0 gerettet, deshalb bin ich direkt zu ihm“, sagte Brendel, wissend, bei wem er sich nach dem zweiten Heimsieg im zweiten Heimspiel der neuen Saison in der Fußball-Regionalliga Südwest zu bedanken hatte: „Das war entscheidend.“

Endres hatte in der 82. Minute gegen Gästestürmer Jann Bangert gleich zweimal in höchster Not den Ausgleich verhindert, einen ersten Schuss und das Nachsetzen nach dem Abpraller pariert – und so die drei Punkte im Hessenduell festgehalten. „Dafür bin ich ja da“, sagte der 35-jährige. Schon nach acht Minuten hatte er bei einem Schuss des Gießeners Dren Hodja sein Können aufbieten müssen. „Ich weiß gar nicht, wie er den noch bekommen hat“, staunte Gästecoach Daniyel Cimen.

Muhamed Alawie war mit dem Tor des Tages neben Endres der Matchwinner, und obendrein war er mit nimmermüder Einsatzbereitschaft beispielhaft für die Einstellung aller Bornheimer, als es nach der Gelb-Roten Karte für Ahmed Azaouagh in der 64. Minute galt, die Führung in Unterzahl über die Zeit zu bringen. „Wenn ein Führungsspieler wie er so vorangeht, zieht die ganze Mannschaft mit“, lobte Endres und sprach ein „Riesenkompliment“ an alle Kollegen aus. Am Mittwoch (15 Uhr) kann sich der FSV im Nachholspiel beim SC Freiburg II mit einem Sieg in der Tabelle sogar ganz nach oben ziehen.

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