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Karl-Heinz Rummenigge, seltsam.
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Karl-Heinz Rummenigge, seltsam.

Einwurf

Maskenball

  • Jakob Böllhoff
    vonJakob Böllhoff
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Bayern-Boss Rummenigge trägt Seltsames im Gesicht. Hat er etwa eine Wette verloren? Oder Schlimmeres? Eine Glosse.

Immer wieder spannend, der Blick hoch auf die Tribüne bei Spielen des FC Bayern gegen den FC Schalke 04. Spannender beinahe als das, was unten auf dem Rasen passierte. Als die Münchner am allerersten Spieltag der Saison, im September, die Schalker mit 8:0 besiegten, zeigte der Blick auf die Ränge, was die Bosse und ihre Gäste vom Abstandhalten in Pandemie-Zeiten zu halten schienen: nix. Rummenigge, Hoeneß, Stoiber, Tönnies, dicht an dicht saßen sie dort, ohne Masken, wie die Hühner auf der Stange, und es folgte, womit im Hühnerstall ja grundsätzlich zu rechnen ist: ein Shitstorm. Das Netz war empört.

Hashtag „Nasenaffe“

Als die Kameras am Sonntag vor dem Rückrundenspiel zwischen Schalke und den Bayern (0:4) an den Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge ranzoomten, wurde man von einem Gefühl erfasst, das mit Empörung nichts zu tun hatte. Eher war man geneigt, sich Sorgen zu machen. Was um alles in der Welt hatte sich der Mann ins Gesicht gespannt, dorthin, wo andere dieser Tage einen normalen Mund-Nasen-Schutz tragen? War er etwa direkt aus dem Skiurlaub nach Gelsenkirchen gereist, hatte im Auto gemerkt, dass er seine FFP-2-Maske vergessen hat, sodann testweise die Skibrille genommen, um beim Blick in den Rückspiegel zu denken: „passt scho‘!“? Wird schon niemandem auffallen.

Aber die Zeiten sind ja so, dass allen alles auffällt. So existierte der Themenkomplex Rummenigge/Mund-Nasen-Schutz schon in den Medien, als der 65-Jährige noch nicht mit klobigem Gesichts aquarium aufzutauchen pflegte, sondern mit normaler Medizinmaske. Fans kritisierten immer wieder Rummenigges laxen Umgang mit dem Virenschutz, den er öfters unterhalb der Nase hängen ließ, und schon kursierte sein Bild in den sozialen Netzwerken unter dem Hashtag „Nasenaffe“, daneben das Foto des Primaten mit ins Gesicht gephotoshopter Maske. Die Ähnlichkeit: verblüffend.

Aber es fällt ja nicht nur allen alles auf, es hängt auch alles mit allem zusammen, vor allem im Gesicht. So hat die „Bild“-Zeitung aus gut unterrichteten Kreisen erfahren, Rummenigge habe „immer wieder das Problem, dass seine Brille mit einer normalen Maske beschlägt“. Deshalb ziehe er sie sich unter die Nase. Und deshalb besorgte ihm ein Bayern-Mitarbeiter nun das ungewöhnliche Modell, das auf Schalke zu sehen war, von einem österreichischen Hersteller, mit großem Sichtfenster, dass es „ermöglicht die menschliche Mimik wahrzunehmen und Lippenbewegungen leichter abzulesen“.

Dass Rummenigge so auch die Kommunikation mit den Schalker Gastgebern erleichtern wollte, die ja wie benommen dem Abstieg entgegenstolpern, ist dagegen nur ein böses Gerücht, das sich bislang nicht bewahrheitete.

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