Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Markus Anfang bekommt beim 1. FC Köln einen Dreijahresvertrag.
+
Markus Anfang bekommt beim 1. FC Köln einen Dreijahresvertrag.

1, FC Köln

Markus Anfang wird Trainer in Köln

Der Gang in die Zweitklassigkeit ist mittlerweile kaum noch zu vermeiden, den Trainer für den Neustart hat der 1. FC Köln bereits sicher: Markus Anfang kommt von Holstein Kiel.

Alles auf Anfang: Auf dem Weg in die Zweite Bundesliga hat der 1. FC Köln seinen Aufstiegsexperten schon gefunden. Markus Anfang soll den tief gefallenen Fußball-Traditionsklub wieder aufrichten, der Trainer kommt im Sommer von Holstein Kiel – obwohl er mit den Störchen gerade ziemlich aussichtsreich um den Sprung in die Bundesliga kämpft. Der 43-Jährige erhält in seiner Geburtsstadt einen Dreijahresvertrag.

„Markus Anfang ist ein Trainer, der einer Mannschaft erkennbar eine Handschrift mit auf den Weg geben kann. Das hat er in Kiel bereits unter Beweis gestellt“, sagte FC-Geschäftsführer Armin Veh: „Gerade in der Rückrunde hat er gezeigt, dass er auch unter schwierigen Bedingungen erfolgreich arbeiten kann und sich nicht aus der Ruhe bringen lässt.“ Mit den Kielern habe Köln eine „vernünftige und faire Lösung erzielt“.

Markus Anfang freut sich auf neue Aufgabe

Der FC bestätigte am Dienstag die Personalie, nachdem es schon längere Zeit Gerüchte um den Holstein-Coach gegeben hatte. Anfang freut sich auf seine neue Aufgabe. „Ich bin Kölner. Mir muss also niemand erklären, was es bedeutet, für diesen großartigen Traditionsverein mit diesen Fans zu arbeiten. Unabhängig von der Liga“, sagte Anfang. Kiel, seine erste Cheftrainerstation im Profibereich, führte er auf Anhieb in die zweite Liga, nun arbeitet der Tabellendritte sogar am Durchmarsch.

Veh kann nach der Verpflichtung des Nachfolgers von Stefan Ruthenbeck (45), dessen Vertrag nicht verlängert wird, ein wenig durchatmen. Denn die Stimmung rund um den Tabellenletzten, der sich vor knapp einem Jahr unter Peter Stöger erstmals seit 25 Jahren für den Europapokal qualifiziert hatte, kippte in den vergangenen Wochen bedenklich. Der Rückstand auf die Nicht-Abstiegsplätze scheint vier Spiele vor Schluss mit neun Punkten uneinholbar.

Anfang ist die benötigte populäre Lösung, und er bringt eine in der emotional aufgeladenen rheinischen Fußball-Welt nicht unwichtige Eigenschaft mit: Der Ex-Profi ist im Schatten des Doms geboren. Er wuchs im Kölner Norden auf und lernte dort beim KSV Heimersdorf das Fußballspielen. Rund eine Million Euro überweisen die Kölner angeblich nach Kiel, und zwar – anders als zuletzt kolportiert – unabhängig davon, ob Kiel aufsteigt.

Für Anfang könnte der Wechsel zum Rückschritt werden – vom Aufsteiger Kiel zum Absteiger aus Köln. Mittelfristig wird der FC dem Trainer dennoch die größeren Möglichkeiten bieten können, mit der Verpflichtung Anfangs dürfte die Kaderplanung für die kommende Saison richtig anlaufen.

„Für die Spieler, die du verpflichten oder behalten willst, macht es Sinn, dass Klarheit bei der Trainerfrage herrscht“, sagte Veh in der vergangenen Woche. Köln werde „den einen oder anderen holen müssen – weil wir anders Fußball spielen wollen“.

In Kiel steht Anfang, kurioserweise Ruthenbecks Großcousin, für variablen Angriffsfußball, sein Team hat ligaweit die meisten Treffer erzielt. Mit 49 Punkten hat Holstein den Relegationsrang inne, der schwächelnde Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf (53) und der 1. FC Nürnberg (51) sind in Reichweite.

„Ich habe in Kiel zwei intensive und vor allem tolle, erfolgreiche Jahre verbracht. Die Reise von Holstein Kiel ist aber noch nicht zu Ende, und ich werde in den kommenden Wochen alles tun, um diese Saison bestmöglich abzuschließen“, sagte Anfang und ergänzte: „Ich bin sehr dankbar, ein Teil dieser besonderen Geschichte zu sein.“ Seine eigene Geschichte wird er in Köln fortschreiben. (sid)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare