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Manuel Baum erhält Rückendeckung.

FC Augsburg

Manuel Baum denkt nicht an Rücktritt

Obwohl die Lage beim FC Augsburg immer prekärer wird, hat Manager Stefan Reuter seinem Trainer Manuel Baum erneut das Vertrauen ausgesprochen.

Ein Sieg aus den letzten 14 Bundesligaspielen, läppische 18 Punkte, höchste Abstiegsgefahr, aber der Trainer steht beim FC Augsburg weiter außerhalb der Diskussion. „In jedem Fall halten wir an Manuel Baum fest“, sagte FCA-Manager Stefan Reuter vor den nächsten Herkulesaufgaben der Schwaben. Am Freitag (20.30 Uhr/Eurosport-Player) kommt Tabellenführer Borussia Dortmund, danach geht es zu RB Leipzig – wenig Aussicht auf Besserung.

Und doch passt zwischen den Weltmeister von 1990 und seinen Trainer weiterhin kein Blatt Papier – Stand jetzt. Das geht so weit, dass Baum auch einen Rückzug aus persönlichen Gründen kategorisch ablehnt. „Definitiv nicht. Den Vertrauensbeweis, den ich jetzt persönlich verspüre, da wird nie infrage kommen, dass ich sage: Ich höre jetzt auf“, beteuerte Baum.

Reuter nimmt stattdessen die Mannschaft in die Pflicht. Die hatte zwar zwischendurch nach der Verpflichtung von Jens Lehmann als Co-Trainer einen kurzen Aufwärtstrend erkennen lassen, doch nach den Erfolgen gegen Mainz und im DFB-Pokal bei Holstein Kiel fiel das Team in alte Muster zurück. Der negative Höhepunkt war schließlich in jeder Hinsicht das 1:5-Debakel beim SC Freiburg.

Ausführliche Aussprachen

„Wir haben eine klare Forderung“, sagte Reuter, „einen klaren Appell an die Mannschaft – nämlich die Grundtugenden zu zeigen, und dann sind wir in den letzten Jahren immer belohnt worden. Dann haben wir es gemeinsam immer hingekriegt.“ Doch in den letzten Jahren musste der FCA auch keine vergleichbaren Begleiterscheinungen moderieren und aushalten.

Die Extravaganzen des Brasilianers Caiuby sah sich Reuter einerseits viel zu lange folgenlos an, während andererseits die Trainerkritik des Österreichers Martin Hinteregger umgehend hart sanktioniert wurde. Gerade der knallharte Rauswurf Hintereggers, der sofort einen Stammplatz bei Eintracht Frankfurt erhielt, wirkte in Relation zum Vorgehen bei Caiuby überzogen – die Verantwortlichen zeigten sich arg dünnhäutig.

Dieser Tage suchen sie aber vor allem nach Erklärungen für den erschreckenden Auftritt im Breisgau, wenngleich die dortige Auswechslung von Kapitän Daniel Baier auch nicht ganz geräuschlos ablief. In einer ausführlichen Aussprache wurde aber vor allem die Leistung aufgearbeitet. „Die Spieler waren unglaublich selbstkritisch“, berichtete Reuter, es müssten nun aber bereits gegen den BVB auch Taten folgen.

Baum erklärte, es hätten sich durchaus Ansätze ergeben. Welche, verriet er nicht, das solle intern bleiben. „Am wichtigsten ist, dass man es am Freitag auf dem Platz sieht. Wir sind alle in der Bringschuld“, verdeutlichte Baum. Den Coach betrifft dies in erster Linie. „Es sind Ideen da, wie Impulse gesetzt werden können“, sagte Reuter. Sonst lässt sich die Trainerdiskussion nicht mehr unterdrücken. (sid)

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