Mindestens 42 Spiele

Mammutliga für Kickers Offenbach und den FSV Frankfurt

Das wird stressig: Kickers Offenbach und dem FSV Frankfurt stehen in der kommenden Viertligarunde mindestens 42 Punktspiele bevor.

Das ging dann doch schnell: Die Geschäftsführung der Fußball-Regionalliga Südwest hat in einem Schreiben an die voraussichtlich 22 Klubs den vom Spielausschuss erarbeiteten Modus für die neue Saison mitgeteilt. Demnach planen die Verantwortlichen mit einer Mammutsaison. Nach 42 Spieltagen sollen der Aufsteiger und die noch zu definierende Zahl an Absteigern ermittelt sein. Sollte neben Sonnenhof Großaspach auch Kaiserslautern aus der Dritten Liga absteigen, gäbe es gar 44 Punktspiele. Nach Auswertung der Umfrage fand die von der Regionalliga vorgeschlagene Zweiteilung in eine Vorrunde und eine Meister-/Abstiegsrunde keine Mehrheit. Zehn von 22 Klubs sollen sich für diese – aufgrund von maximal 30 Spieltagen – weniger stressige Lösung ausgesprochen haben. Thomas Sobotzik, Geschäftsführer der Offenbacher Kickers, hatte sich klar gegen diese Variante positioniert. „Das ist die einzig logische Konsequenz“, betonte der 45-Jährige, der sich von vier Heimspielen mehr eine Kompensation für sieben ausgefallene Partien am Bieberer Berg in der wegen der Corona-Pandemie abgebrochenen Spielzeit erhofft.

Um die Chance der Durchführung der normalen Saison mit Hin- und Rückspiel zu erhöhen, müssen die Vereine eine Ausweichspielstätte nachweisen, sollte das angestammte Stadion nicht bespielbar sein oder nicht über eine Rasenheizung verfügen. Dafür komme bei Nicht-Risikospielen auch ein Kunstrasenplatz in Frage. Zudem ist ein Heimrechttausch möglich.

Insgesamt acht englische Wochen sieht der Terminkalender vor. Erster Spieltag wäre demnach der 1. September, der letzte vor Weihnachten soll am 20. Dezember ausgetragen werden. Bereits am 5. Februar 2021 soll die Restrunde eingeläutet werden. „Ob wirklich alle Spiele zu dem terminierten Zeitpunkt stattfinden können, wird eine Herausforderung für den ein oder anderen Standort“, zeigt sich Patrick Spengler, Geschäftsführer des FSV Frankfurt, skeptisch. Die Bornheimer beschäftigt auch die Frage, ob und wann der Hessische Fußball-Verband die beiden letzten Partien im Hessenpokal der Saison 2019/20 ansetzt. Die Bornheimer stehen bereits im Finale. Der Sieger des Hessenpokals qualifiziert sich für die erste Runde des DFB-Pokals.

Seit gestern kommt noch eine weitere Ungewissheit hinzu. Die Bundesregierung erließ eine Verordnung, nach der Großveranstaltungen bis Ende Oktober verboten sein sollen, allerdings seien Ausnahmen möglich. Welche Auswirkungen das auf Fußballspiele haben wird, ist offen. „Wenn wir keine Fans ins Stadion lassen dürfen, können wir alle das Buch zumachen“, warnt OFC-Geschäftsführer Sobotzik.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare