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Malen muss den Haaland geben

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Von: Paul Schwennecker

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Marco Rose, BVB-Trainer. Foto: Imago Images
Marco Rose, BVB-Trainer. © imago images/Revierfoto

Borussia Dortmund will sich im Verfolgerduell gegen Bayer Leverkusen keine Blöße geben und den Bayern auf die Pelle rücken.

Obwohl ihm vermutlich drei Hauptdarsteller fehlen werden, erwartet Dortmunds Trainer Marco Rose nach der zweiwöchigen Bundesliga-Pause ein echtes Spitzenspiel, wenn am Sonntag (15.30 Uhr/Dazn) der BVB als Tabellenzweiter auf den direkten Verfolger Bayer Leverkusen trifft. „Der Film ist noch nicht gedreht, wir können also das Drehbuch mitbestimmen“, deutet Rose an, dass er die Rolle des Regisseurs bei diesem Klassiker gern übernehmen möchte.

Einige Umbesetzungen wird der Fußball-Lehrer in jedem Fall vornehmen müssen. Erling Haaland und Emre Can (beide mit muskulären Problemen) sowie Mats Hummels (bakterielle Entzündung) stehen auf der Kippe. „Alle waren noch nicht im Mannschaftstraining. Das wird mehr als eng. Ihr Einsatz ist eher unwahrscheinlich“, betont Rose, der lediglich ein Fünkchen Hoffnung bei Hummels hegt. „Mats ist zumindest Fahrrad gefahren. Da müssen wir abwarten, ob es vielleicht für den Kader reicht.“

Weil mit Haaland der erfolgreichste Stürmer ausfallen wird, könnte sich beim BVB ein anderer Angreifer ins Rampenlicht spielen. Donyell Malen zeigte zuletzt deutlich aufsteigende Tendenz. 30 Millionen Euro an Ablösesumme hatte die Borussia im Sommer für den niederländischen Nationalspieler an den PSV Eindhoven überwiesen. Das waren sogar zehn Millionen mehr, als die Dortmunder einst für Haaland an RB Salzburg gezahlt hatten.

Malen hatte es in den ersten Monaten in Dortmund sehr schwer. „Wir wissen alle, dass er damals nicht in einem besonders guten physischen Zustand hierher kam“, begründet der Trainer die Anlaufprobleme des 23-Jährigen, der seine Stärken im Dribbling und im hohen Tempo besitzt. Der körperliche Zustand von Malen ist laut Rose inzwischen sehr viel besser geworden. „Dementsprechend kann er sich mehr auf sein Spiel, auf seine Qualitäten fokussieren. Das gelingt ihm immer besser“, meint Rose. Was sich in der Statistik allerdings noch nicht niederschlägt. Lediglich drei Treffer gelangen ihm bisher jeweils in der Bundesliga und der Champions League. Für einen Top-Stürmer gewiss nicht viel.

Überragend war allerdings zuletzt die Leistung des Niederländers beim 3:2-Erfolg bei der TSG Hoffenheim. In der Partie in Sinsheim bereitete Malen alle Treffer der Borussia maßgeblich vor. „Wir sind froh, dass wir Donny hier haben. Er bekommt im Moment viel Lob, auch heute in unserer Video-Sitzung“, sagt Rose. „Nachhaltigkeit, dran bleiben, mehr wollen - das sind die Dinge, an denen er jetzt einfach feilen muss.“

Reyna ist wieder dabei

Neben Malen besitzt der BVB gegen Leverkusen eine weitere Alternative für die Offensive. Nach viermonatiger Zwangspause wegen einer Muskel- und Sehnenverletzung könnte auch Giovanni Reyna sein Comeback feiern. „Er war die Woche noch mal einen Tag krank, hat Schnupfen gehabt. Aber er ist sofort am nächsten Tag wiedergekommen, weil er unbedingt dabei sein will. Ich bin happy, weil Gio zwei gute Trainingswochen hatte und wirklich gängig wirkte“, bewertet Rose die Verfassung des 19-jährigen US-Amerikaners.

In der Startformation wird allerdings wohl nicht mit Reyna zu rechnen sein. „Man muss immer sehen, für wie lange es nach der langen Zeit reicht“, erklärt der Trainer. „Es ist einfach schön, diesen Qualitätsspieler wieder dabei zu haben. Und das ist auch wichtig für uns.“ Und für eine Nebenrolle im Rose-Film könnte es ja allemal reichen

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