Mainz 05 verliert das Heimspiel gegen den FC Augsburg nach einem frühen Gegentor mit 0:1.
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Mainz 05 verliert das Heimspiel gegen den FC Augsburg nach einem frühen Gegentor mit 0:1.

„Kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen“

Mainzer Ängste nach 0:1 gegen Augsburg

Das frühe Tor von Augsburgs Niederlechner vergrößert die Not beim FSV Mainz 05. Am Mittwoch geht es nach Dortmund, am Samstag steht das Heimspiel gegen Bremen an.

Das Spiel war längst vorüber, als Adam Szalai im gegnerischen Strafraum immer noch erstarrt schien. Derweil bolzte Moussa Niakhaté noch einmal einen Ball quer übers Feld durch die verwaiste Arena. Zwei Bilder mit hohem Frustfaktor und voller Symbolgehalt an einem Sonntag, der die Sorgen beim FSV Mainz 05 wieder hat wachsen lassen. Mit der 0:1 (0:1)-Heimniederlage gegen den Mitkonkurrenten FC Augsburg spitzt sich die Lage im Abstiegskampf für die Rheinhessen dramatisch zu.

Sportvorstand Rouven Schröder ging die Protagonisten persönlich ab, um aufmunternde Worte zu sprechen. Trainer Achim Beierlorzer wirkte bedient: „Es ist für uns äußerst unglücklich gelaufen. Wir müssen aus der Vielzahl von Chancen was herausholen. Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen.“ Erkennbar, dass da einer vor dem Gastspiel bei Borussia Dortmund am Mittwoch und dem Entscheidungsspiel gegen Werder Bremen am Samstag die Verunsicherung nicht vergrößern wollte. Die Augsburger profitierten von einem Blitztor ihres Stürmers Florian Niederlechner, als der Mainzer Abwehrchef Niakhaté zu spät rausrückte (1.). Um wie viel es in dem Abstiegsduell ging, war an der Phonstärke am Spielfeldrand herauszuhören. Obwohl Beierlorzer vor drei Jahren bei Jahn Regensburg das Erbe von Heiko Herrlich antrat, trugen die beiden Trainer lautstarke Auseinandersetzungen aus. Als Herrlich in der ersten Hälfte bei einem schnell ausgeführten Einwurf mit einem absichtlich ins Feld getretenen Ball den Spielfluss unterband, tobte Beierlorzer. „Hör auf“, brüllte er.

Vielleicht war der Pulsschlag auch deshalb so hoch, weil nach einem schlimm anmutenden Zusammenstoß der Mainzer Taiwo Awoniyi ausschied, der kurzzeitig bewusstlos war (19.). Bei der Untersuchung im Krankenhaus kam heraus, dass die Liverpool-Leihgabe zwar eine schwere Gehirnerschütterung, aber keine schlimmeren Verletzungen erlitt. Die früh gesprengte Mainzer Offensive brachte lediglich eine kurze Druckphase vor der Pause zustande. Zu wenig.

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