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Auf ein Tänzchen: Der Mainzer Jean-Philippe Mateta hat Begehrlichkeiten geweckt. Ob Mainz ihn ziehen lässt?
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Auf ein Tänzchen: Der Mainzer Jean-Philippe Mateta hat Begehrlichkeiten geweckt. Ob Mainz ihn ziehen lässt?

Kommentar

Mainz in der Mateta-Falle

  • Frank Hellmann
    vonFrank Hellmann
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Was tun, Mainz 05? Den besten Spieler verkaufen und die durch Corona verhagelte Bilanz retten? Oder ein Veto einlegen – und damit den Klassenerhalt wahrscheinlicher machen? Ein Kommentar.

Jan-Moritz Lichte ist kein Typ für Überschwang. Nach dem 1:1 gegen die TSG Hoffenheim hat der Trainer des FSV Mainz 05 immerhin eine „positive Punkte-Entwicklung“ eingeräumt. Fünf Zähler aus drei Spielen haben die Nullfünfer geholt, und weil drei der letzten vier Gegner Arminia Bielefeld, 1. FC Köln und Werder Bremen heißen, ist die Lage auf einmal doch nicht so düster wie es anfangs schien. Man ist im Karnevalsverein von Frohsinn noch weit entfernt, aber grundsätzlich auf dem richtigen Weg.

Das hat ganz viel mit Jean-Philippe Mateta zu tun. Keiner ist durch den Trainerwechsel mehr aufgeblüht als der zeitweise besonders pflegebedürftige Profi aus Frankreich, der viele Anlagen zum außergewöhnlichen Stürmer mitbringt – wenn er sich denn auf seinen Job fokussiert. Irgendetwas war im Binnenverhältnis zu Lichtes Vorgänger Achim Beierlorzer kaputtgegangen, sonst würde der 23-Jährige derzeit nicht so auftrumpfen. Mainz hat elf Treffer geschossen – sieben hat Mateta erzielt, zwei vorgelegt und eines eingeleitet. Der Klub ist zumindest offensiv eine One-Man-Show. Auch gegen Hoffenheim hatte die Nummer neun bei jeder halbwegs gefährlichen Situation seinen Fuß oder Kopf im Spiel.

Klar ist, dass anderen Klubs diese Befähigung auch aufgefallen ist, weshalb Mateta seit fast anderthalb Jahren immer auf dem Sprung ist. Diesen Winter ist es die Frage aller Fragen für Sportvorstand Rouven Schröder: Den besten Spieler verkaufen und damit die durch Corona verhagelte Bilanz retten? Oder aber ein Veto einlegen – so wie er es in seiner Zeit bei Werder Bremen in einem vergleichbaren Fall bei Anthony Ujah machte – und damit den Klassenerhalt wahrscheinlicher machen? Mit der Pandemie ist die Antwort noch viel schwieriger als früher.

Die Frankfurter Eintracht entschied sich in einem ähnlich gelagerten Fall mit seinem Publikumsliebling und Torgaranten Alexander Meier mal dafür, bei Meiers überbrachten Wechselwunsch kategorisch ein Veto einzulegen. Doch so einfach ist es jetzt nicht, weil das Virus selbst solide Modelle wie in Mainz infiziert hat. Schröder sagt daher, nur bei einem unmoralischen Angebot würde er schwach werden. Übersetzt heißt das: Zahlt ein Interessent ein bisschen mehr als der bei 15 Millionen Euro taxierte Marktwert, dann bekommt sein wichtigster Mann die Freigabe. Mit allen unangenehmen Folgen, die das sportlich für den Klub hätte. Aber in der Corona-Krise ist erst recht niemand mehr unverkäuflich.

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