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Sandro Schwarz, Trainer von Mainz 05, muss seine Startelf wegen Verletzungen umbauen.

FSV Mainz 05

Buntes Treiben

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Mainz erwartet Leverkusen - und will das Duell in ungewohntem Gewand mit „größtem Ernst“ angehen.

So langsam aber sicher nähern sie sich in Mainz dem Höhepunkt an. Nur noch 23 Tage, dann ist es endlich wieder so weit, dann ist Rosenmontag. Die närrische Zeit ist seit jeher die wichtigste eines jeden Jahres in der Fastnachtshochburg am Rhein, und sie wirkt sich natürlich auch auf den bekanntesten Fußballklub der Stadt aus.

So trägt das heutige Bundesligaduell (20.30 Uhr) des FSV Mainz 05 gegen Bayer Leverkusen den selbsternannten Titel „Fastnachtsspiel“. Das soll neben einem „närrischen Rahmenprogramm“, so die Auskunft des Klubs, vor allem darin seinen Ausdruck finden, dass die kickenden Profis nicht in ihren gewohnten rot-weißen Trikots auflaufen, sondern in ein deutlich bunteres Gewand schlüpfen. „Trotz allem werden wir die Partie mit größtem Ernst angehen“, stellt Sandro Schwarz vorsorglich lieber klar. Jux und Dollerei, das wird es unter Anleitung des 40-Jährigen auf dem Rasen nicht geben - bunte Trikots hin, bunte Trikots her. „Wir wissen, dass wir die Dinge besser machen müssen“, sagt Schwarz und meint damit die denkbar schwache Leistung vergangene Woche beim 0:3 in Augsburg, die den Mainzer Erfolgslauf von zuvor vier Spielen ohne Niederlage doch ziemlich rabiat gestoppt hatte.

Weitaus wichtiger als die passende Trikotwahl wird für den Mainzer Fußballlehrer daher natürlich die seines Personals sein. Neben den schon längere Zeit wegen Verletzungen unpässlichen René Adler, Philipp Mwene und Emil Berggreen fehlt diesmal ganz sicher auch Danny Latza. Der Mittelfeldspieler hatte sich nach einem heftigen Zusammenprall mit Teamkollege Moussa Niakhate in Augsburg eine Gehirnerschütterung zugezogen. Zudem bangt Trainer Schwarz um den Einsatz eines zweiten zentralen Mittelfeldmannes, Jean-Philippe Gbamin (Magen-Darm-Infekt). Auch der 23 Jahre alte Franzose hatte in dieser Woche nicht voll trainieren können. Als Alternative steht der Kameruner Kunde Malong bereit. Auch kehrt Innenverteidiger Stefan Bell nach abgesessener Gelbsperre wieder in den Kader zurück.

Unabhängig von der Besetzung seiner Startelf erwartet Schwarz ein äußerst schwieriges Spiel: „Wir müssen uns darauf einstellen, etliche Aufgaben gestellt zu kriegen“, sagt der Trainer, der damit rechnet, dass Leverkusen trotz des überraschenden Ausscheidens im DFB-Pokal beim Zweitligisten 1.FC Heidenheim durchaus forsch nach vorne spielen wird. „Ihr Anspruch ist, das eigene Spiel durchzudrücken mit viel individueller Qualität. Sie haben alles, was man braucht, um erfolgreich zu sein“, so Schwarz. Leverkusen agiere mit „viel Wucht und Dynamik“.

Zuletzt bezwangen die Rheinländer, bei denen der Einsatz von Nationalspieler Kai Havertz wegen Schmerzen im Hüftbeuger fraglich ist, in der Liga den FC Bayern nicht unverdient mit 3:1 und kletterten unter ihrem neuen Trainer Peter Bosz in der Tabelle auf den siebten Rang - mit nur noch einem Zähler Rückstand auf die Europapokalplätze.

Die Nullfünfer haben ihrerseits bisher nur drei Punkte weniger gesammelt und sind Tabellenelfter. „Wir wollen griffig sein. Wir wollen, wenn wir die Kugel haben, versuchen, eigene Ballverluste zu vermeiden und selbst Angriffe zu kreieren und Torgefahr auszustrahlen“, gibt Schwarz die Marschroute für seine Mannschaft vor.

Führt diese Taktik tatsächlich zum Erfolg, dann wäre sicher auch 23 Tage vor Rosenmontag schon mächtig Stimmung in Mainz.

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