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Leandro Barreiro ist die Symbolfigur der wundersamen Wandlung in Mainz.
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Leandro Barreiro ist die Symbolfigur der wundersamen Wandlung in Mainz.

Den Klassenerhalt vor Augen

Mainz 05: Wie verwandelt

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Leandro Barreiro, Stefan Bell und Philipp Mwene machen den abstiegsbedrohten Bundesligisten FSV Mainz 05 froh.

Ende März, nach dem 1:3 der luxemburgischen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation gegen Portugal, ist der Mainzer Fußballprofi Leandro Barreiro dem großen Cristiano Ronaldo ganz kurz sehr nahe gekommen. Es gibt Fotos davon in den Sozialen Netzwerken. Für Barreiro, 21, der auch portugiesische Wurzeln hat, war der 15 Jahre ältere Ronaldo ein Kindheitsidol. Ergo empfand der Mittelfeldspieler den kurzen Plausch mit dem Weltstar als „großartigen Moment“.

Barreiro ist bei Mainz 05 gerade so eine Art Symbolfigur der wundersamen Wandlung von einer unsteten Truppe zum Rückrunden-Tabellenfünften. Zuletzt erzielte der schmächtige Kerl mit der Langläuferlunge beim 3:2 in Köln den Siegtreffer, vorher war ihm das schon beim 3:2 gegen RB Leipzig mit seinem ersten Bundesligator gelungen.

Es ist sehr erstaunlich, dass es der zur Jahreswende verpflichtete Trainer Bo Svensson den Turnaround vom Punktelieferanten zum Jäger und Sammler so fix geschafft hat. Dem zuvor kaum auffälligen Barreiro fällt dabei eine Schlüsselrolle zu. Das Besondere: Svensson kennt den nimmermüden Luxemburger schon, seit dieser mit seiner U17-Nationalmannschaft in aller Freundschaft gegen die Mainzer U16 spielte. Svensson war seinerzeit Nachwuchscoach in Mainz und erkannte sofort den besten Spieler beim Gegner: Leandro Barreiro. Prompt wurde dieser zum Probetraining eingeladen und war dort gleich der beste Mann. Seine Ballklau-Fähigkeiten sind bekannt, dass er auch torgefährlich sein kann, sieht man jetzt, da Svensson ihn etwas vorgeschoben hat, von der Sechser- auf die Achterposition.

Hinzu kommt die erfolgreiche Reanimation des zuvor eine halbe Ewigkeit verletzten Abwehrchefs Stefan Bell, der zum halben Geld doppelte Leistung zeigt. Gut, dass der Ex-Sportchef Rouven Schröder Bells Vertrag zu deutlich geringeren Bezügen verlängert hat. Eine Selbstverständlichkeit war das nicht, Bell schien seine Zukunft schon hinter sich zu haben. Seit der 29-Jährige zurück ist, herrscht Ordnung in der Dreierkette.

Links davor agiert zudem der kleine Österreicher Phillipp Mwene bemerkenswert stabil. Der zu Celta Vigo verliehene Spanier Aaron Martin wird keinesfalls vermisst. Für den 27-jährigen Mwene gilt wie für Leandro Barreiro: Beide haben dank Fleiß und Hartnäckigkeit ein neues Niveau erreicht. Mwene auch deshalb, weiß er als Rechtsfuß Extraeinheiten bei Flanken mit dem schwächeren Linken einschob, Barreiro, weil er nach dem Training regelmäßig Schussübungen einstreute. Der Lohn der Mühen ist bei beiden Profis sichtbar.

Barreiro jedenfalls hat sich über die Rückkehr seines Jugendtrainers Svensson „sehr gefreut - ich wusste, dass er uns wieder auf die richtige Bahn bringt“. Das Lob gibt der Trainer zurück und ist - mit Augenzwinkern - auch ein bisschen stolz: „Ich bin sein Entdecker.“

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