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Stolze Enthüllung: Mainz-Boss Stefan Hofmann (links) und Sportvorstand Christian Heidel enthüllen den neuen Campus. Imago Images
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Stolze Enthüllung: Mainz-Boss Stefan Hofmann (links) und Sportvorstand Christian Heidel enthüllen den neuen Campus. Imago Images

Mainz 05 mit neuem Trainingszentrum

Mainz 05 verneigt sich vor Wolfgang Frank

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Campus trägt Namen des verstorbenen Ex-Coaches / Jürgen Klopp meldet sich per Video.

Bei Mainz 05 erinnern sie sich an ihre Wurzeln. Der Fußball-Bundesligist hat dem Zeitgeist widerstanden. Sein in den vergangenen zwei Jahrzehnten für fast 30 Millionen Euro ausgebautes Trainingszentrum am Bruchwegstadion heißt deshalb nicht „Jürgen-Klopp-Gelände“ nach dem berühmtesten Sohn der Stadt und des Klubs, sondern seit dieser Woche „Wolfgang-Frank-Campus“. Die Mainzer wollen diesen weiter ausbauen und die Geschäftsstelle integrieren. Die Planungen laufen seit fast zehn Jahren und wurden jetzt durch die Corona-Pandemie nochmals aufgehalten.

Frank, der vor acht Jahren im Alter von nur 62 Jahren an einem Gehirntumor verstarb, gilt als Begründer der Mainzer Spielidentität. Er führte die Nullfünfer 1995/96 als beste Rückrundenmannschaft vom letzten Platz der zweiten Liga zum Klassenerhalt, nachdem er erstmals in Deutschland die Viererkette eingeführt hatte. „Wolfgang Frank war der prägendste Trainer, den ich je hatte“, sagte Jürgen Klopp bei der feierlichen Namensgebung in einem Video. Im September 2013 hielt Klopp am Grab die Trauerrede. Vor dem Champions-League-Finale vier Monate zuvor im Wembleystadion gegen Bayern München hatte er seinem Mentor eine SMS geschickt: „Ohne Dich wäre ich nicht hier.“

Klubchef Stefan Hofmann sagte bei der Feierstunde: „Wolfgang Frank hatte die Vision, das Fachwissen und den Mut, der Mannschaft eine neue Idee des Fußballs einzuimpfen.“ Hofmann sprach von einer „identitätsstiftende Namensgebung“. Franks Ideen wurden Teil der Vereinskultur. Sportvorstand Christian Heidel unterstrich: „Bei allem, was bei Mainz 05 passiert, steckt immer ein Stückchen Wolfgang Frank drin.“

Das hob am Donnerstag auch der aktuelle Cheftrainer Bo Svensson hervor. Er sei schon „sehr enttäuscht“, dass das Trainingszentrum nicht in „Bo-Svensson-Campus“ umbenannt worden sei, witzelte der Däne vor dem Auswärtsspiel am Samstag bei der TSG Hoffenheim, ehe er hinzufügte, Franks Name beschreibe, „wofür wir hier stehen wollen, er hat den ersten Schritt gemacht, deshalb finde ich die Namensgebung sehr passend“.

Svensson wies aber auch warnend darauf hin, dass es „nicht so einfach“ sei, „unsere intensive Spielweise immer auf den Platz zu bringen. Denn sie fordert körperlich und mental sehr viel von den Spielern.“

Dafür stand seinerzeit auch der akribische Wolfgang Frank, noch ehe die Spiele überhaupt angepfiffen wurden. Seine Mannschaftssitzungen konnten sich herausfordernd in die Länge ziehen, ein Trainingslager auf Zypern zog sich über 24 Tage.

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