Baku_021020
+
Ridle Baku,

Transfer

Mainz 05 verkauft Ridle Baku

VfL Wolfsburg zahlt zehn Millionen Euro.

Mit 15 Millionen Euro weniger Einnahmen rechnet Mainz 05 in dieser Corona-Saison - zehn Millionen sind schon mal kompensiert. In dieser Größenordnung bewegt sich die Ablösesumme für Verteidiger Ridle Baku. Das in Mainz geborene Eigengewächs wechselt nach 13 Jahren bei den Nullfünfern zum VfL Wolfsburg.

Beim U-21-Nationalspieler hat 05-Sportchef Rouven Schröder den „Drang verspürt, dass er sportlich und wirtschaftlich den nächsten Schritt gehen will“. Das somit ein identitätsstiftender „Meenzer Bub“ (Schröder) verlustig geht, erfreut die Fans weniger, sei aber gleichwohl „nicht aufzuhalten“ gewesen: „Die Würfel fallen manchmal anders, als man sich das eigentlich zusammenbauen wollte.“ Baku, der schwach in die Saison gestartet war, bedankte sich artig bei Mainz 05 dafür, „dass ich mich bei meinem Heimatverein so entwickeln konnte“.

Rouven Schröder rechnet bis zum Transferschluss am Montag nicht mit dem ursprünglich von Klub und Spieler erhofften Transfer von Mittelstürmer Jean-Philippe Mateta. Es gäbe „keinerlei Anzeichen, dass er den Verein verlässt“. Was schlicht am nachvollziehbar fehlenden Interesse anderer Klubs liegen dürfte, für den Franzosen in beachtlicher zweistelliger Millionenhöhe zu investieren.

Schröder erwartet gleichwohl ein „heißes Wochenende“ auf dem Spielermarkt, der „richtig in Bewegung gekommen“ sei. Der am Freitagabend beim Spiel bei Union Berlin gelb-rot-gesperrte Kapitän Moussa Niakathé könnte ein weiterer Verkaufskandidat sein, auch Stürmer Robin Quaison oder Innenverteidiger Jeremiah St. Juste.

Erstmals nannte Mainz 05 öffentlich die Namen der zuvor an Corona erkrankten und mittlerweile wieder negativ getesteten drei Profis. Der neue Cheftrainer Jan-Moritz Lichte erklärte, lediglich Mittelfeldspieler Kunde sei wieder einsatzbereit und würde am Freitagmorgen mit in den Flieger nach Berlin steigen. Stefan Bell und Edimilson Fernandes bräuchten dagegen noch Zeit, um wieder topfit zu werden.

Dem zuletzt unter Vorgänger Achim Beierlorzer wegen anhaltend lustlos anmutender Auftritte nicht nominierten Linksverteidiger Aaron Martin attestierte Lichte sehr ordentliche Trainingsarbeit bei den vier Einheiten dieser Woche. Der Spanier, mit zehn Millionen Euro teuerster Einkauf der Klubgeschichte, ist somit ein Kandidat für den Kader, womöglich gar für die Startelf.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare