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Mainz 05 schlägt Pflöcke ein

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Von: Jan Christian Müller

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War wichtig, bleibt wichtig: Niko Bungert, Ur-Mainzer.
War wichtig, bleibt wichtig: Niko Bungert, Ur-Mainzer. © imago images/Martin Hoffmann

Niko Bungert wird Vereinsbotschafter, der Trikotsponsor verlängert seinen Vertrag: Die Rheinhessen setzen ihren Weg zurück in die Zukunft fort.

Jan Lehmann sah glücklich aus am Freitagnachmittag. Neben dem Finanzvorstand von Mainz 05 saß nämlich der Vertreter des langjährigen Trikotsponsors Peter Mrosik und bestätigte, dass Fensterbauer Kömmerling seinen Vertrag bis 2024 verlängert hat. Dann wäre die Firma stolze neun Jahre auf den Hemden des Fußball-Bundesligisten - eine in dieser Treue ungewöhnlich lange Liebe, die sich Kömmerling rund vier Millionen Euro pro Saison kosten lässt. Mrosik findet, bei Mainz 05 handele es sich um „ein Team, das Berge versetzen kann“. Schön gesagt und sicher nicht nur Marketingsprech nach all dem, was in diesem Jahr passiert ist.

Am Sonntagnachmittag gegen den 1. FC Köln (17.30 Uhr/Dazn) soll all das Gute, das Trainer Bo Svensson bisher aus der Mannschaft herausholte, in einen Sieg gegossen werden. Dann würden die Nullfünfer weiter an den Verfolgern des FC Bayern schnuppern. Den guten Geruch würden sie gern auch in die Vorweihnachtszeit hinein konservieren.

Derweil hat Vorstandschef Christian Heidel sein „Zurück in die Zukunft“-Programm neu mit Leben gefüllt, um wieder mehr Nähe zu den Menschen in Stadt und Umland zu schaffen und die Jugendarbeit zu stärken. Ex-Führungsspieler Niko Bungert wird langfristig als Vereinsbotschafter aufgebaut. „Vieles im Verein fühlt sich wieder an wie der FSV Mainz 05, den ich kennengelernt habe. Ich spüre wieder diesen alten Geist“, sagt Bungert „Ich will helfen, diesen Charakter zu bewahren, diese positive Entwicklung voranzutreiben und noch stärker nach außen zu transportieren.“

Zudem wurde Volker Kersting, der langjährige Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, zum Direktor Nachwuchsfußball befördert. Ein klares Zeichen. Der seit 30 Jahren für die Rheinhessen tätige Kersting hat großen Anteil daran, dass Mainz 05 in der Talentförderung ungleich erfolgreicher im Rhein-Main-Gebiet unterwegs ist als Eintracht Frankfurt. „Unter ihm hat sich unser NLZ als Topadresse im deutschen Fußball etabliert“, lobt Heidel ohne Übertreibung.

Davon profitiert sehr konkret auch Chefcoach Svensson. Beim Sieg im ersten Saisonspiel gegen RB Leipzig gehörten nicht weniger als sieben Profis aus eigener Herstellung der Startelf an. In der jüngsten Länderspielpause konnte Svensson den wegen der Abstellungen auf zehn Leute dezimierten Kader mit Spielern der U23 aufforsten. Die ist Tabellenführer der Regionalliga Südwest.

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