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Top-Verteidiger bei Mainz 05: Jeremiah St.Juste (links), hier im Zweikampf mit und Dortmunds Stürmer Erling Haaland.
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Top-Verteidiger bei Mainz 05: Jeremiah St.Juste (links), hier im Zweikampf mit und Dortmunds Stürmer Erling Haaland.

Klatschspalier für Danny Latza

Mainz 05 muss keine Spieler verkaufen

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Sportchef Martin Schmidt plant die neue Saison: „Der Verein hat die Coronazeit gut verarbeitet“, aber manche Verhandlungen werden schwierig. Verteidiger Mwene wechselt.

Mainz 05 geht trotz der Coronasaison ohne großartige finanzielle Probleme in die neue Spielzeit. Das bestätigte Sportchef Martin Schmidt vor dem letzten Saisonspiel am Samstagnachmittag beim VfL Wolfsburg auf FR-Anfrage. „Wir müssen niemanden verkaufen, um überleben zu können“, so Schmidt.

Mainz 05 rechnet mit Mindereinnahmen von rund 15 Millionen Euro für die bald abgelaufene Saison, die bereits von Finanzchef Jan Lehmann eingepreist sind. Auf einen erneuten Gehaltsverzicht der Profis wurde im Spieljahr 2021/22 verzichtet. „Der Verein hat die Coronazeit gut verarbeitet“, weiß Schmidt.

Besonders wertvoll: Jeremiah St. Juste

Aus purer Not müssen die derzeit wertvollsten Spieler, die beiden Top-Verteidiger Jeremiah St. Juste und Moussa Niakhaté, also nicht verkauft werden. Das gilt auch für den unter Trainer Bo Svensson wiedererstarkten Offensivmann Jean-Paul Boetius. Der Niederländer mit Vertrag bis 2022 sagt: „Ich bin 27. Es ist nie zu spät, den nächsten Schritt zu machen, aber nicht unbedingt.“ Es müsse schon „etwas sehr Schönes kommen“, denn er fühle sich in Mainz sehr wohl.

Anders als im vergangenen Sommer, als der inzwischen bei Schalke 04 tätige Ex-Sportvorstand Rouven Schröder fast verzweifelt und angesichts eines lahm liegenden Marktes erfolglos versucht hatte, für Niakathé eine zweistellige Ablöse zu erlösen, gibt es im Sommer 2022 laut Svensson „keine Verkaufskandidaten, die wir mit Absicht auf den Markt bringen“.

Robin Quaison Rekordtorschütze

Wie beim ablösefrei zu Union Berlin wechselnden Levin Öztunali, unter Svensson meist nur Ersatz, stehen auch bei Robin Quaison (27) die Zeichen auf Abschied. Der Vertrag des Schweden läuft - ebenso wie die Kontrakte der Altmeister Adam Szalai und Stefan Bell - aus. Mit seinem Elfmetertor am Sonntag zum 1:3 gegen Borussia Dortmund ist Quaison jetzt mit 30 Treffern zwar Mainzer Bundesliga-Rekordtorschütze vor Mohamed Zidan sowie Yunus Malli. Aber seine Leistungen waren dennoch nie stabil.

Die Vertragslaufzeit des just in den vorläufigen österreichischen EM-Kader berufenen Philipp Mwene endet ebenfalls zum 30. Juni. Der Verteidiger hat zuletzt stark gespielt und sollte eigentlich bleiben. Aber daraus wird nichts. Der vor drei Jahren vom 1. FC Kaiserslautern verpflichtete, erst in diesem Halbjahr unter Svensson erstarke Mwene will zum Bedauern wechseln. Sportchef Schmidt bedauert das sehr.

Bo Svensson kämpft um Barreiro und Burkardt

Unbedingt längerfristig halten will Bo Svensson Jonathan Burkardt (20) und Leandro Barreiro (21). Die Verträge mit den Spielern aus dem eigenen Nachwuchs laufen 2022 aus. Die Nullfünfer können ein Interesse daran haben, dass die beiden dann ablösefrei sind. Svensson rät ihnen, dem Verein die Treue zu halten: „Das sind junge Spieler, die noch viel lernen müssen. Bei beiden fängt die Karriere erst an. Sie sind bei Mainz 05 gut aufgehoben.“

Mit einem Klatschspalier wurde Danny Latza nach dem letzten Heimspiel gegen Borussia Dortmund von seinen Mitspielern verabschiedet, die den beliebten Kapitän dann noch kollektiv in die Luft warfen. Der 31-Jährige wechselt zu Schalke 04. Noch ungeklärt ist, ob die Leihgaben Danny da Costa und Dominik Kohr (beide Eintracht Frankfurt) und Robert Glatzel (Cardiff City) verpflichtet werden können. „Es gibt gerade keinen Verein, der im Moment eine Festgeldsumme raushaun kann“, sagt Martin Schmidt.

Bleibt Aaron Martin in Spanien?

Möglicherweise hat Celta Vigo Interesse, die 7,5-Millionen-Euro-Option für Aaron Martin zu ziehen. Der in Mainz zuletzt auffällig lustlose Linksverteidiger wusste dort zu überzeugen. Mainz will ihn nicht unbedingt zurück, Martin Schmidt wird mit den Spaniern reden. Stürmer Jean-Philippe Mateta, dem es in Mainz zur Jahreswende ebenfalls nicht mehr gefallen hatte, ist noch eine weitere Saison zu Crystal Palace in die Premier League verliehen, kommt dort aber selten zum Einsatz.

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