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Kommt ein Torwart geflogen: BVB-Torwart Roman Bürki verschafft sich Respekt.
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Kommt ein Torwart geflogen: BVB-Torwart Roman Bürki verschafft sich Respekt.

Fußball-Bundesliga

Mainz 05 geleitet BVB in die Königsklasse

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Borussia Dortmund gewinnt problemlos 3:1 bei den Mainzern, die dennoch dank Coach Bo Svensson einen bemerkenswerten Klassenerhalt feiern können.

Borussia Dortmund hat sich am Sonntagabend die Teilnahme an der Champions League gesichert. Beim 3:1 (2:0) in Mainz durch Tore von Raphael Guerreiro, Marco Reus und Julian Brandt profitierte der Pokalsieger davon, dass die Gastgeber nach den Feierlichkeiten vom Vorabend vor allem vor der Pause kein rechte Einstellung fanden. Für Mainz, für das Robin Quaison per Strafstoß in der Schlussminute traf, endete somit eine Serie mit neun Spielen ohne Niederlage. Das Spiel endete wegen eines Gewitters mit 15-minütiger Verspätung, nachdem die Pause auf eine halbe Stunde verlängert werden musste. Es hatte in Sturzbächen geregnet, der Platz steckte das gut weg.

Am Samstagnachmittag war schon Jubel ausgebrochen im Teamhotel von Mainz 05 droben direkt neben dem Volkspark. Denn um 17.20 Uhr stand fest: Die Nullfünfer sind weder von Werder Bremen noch von Arminia Bielefeld einzuholen. Ergo: Mainz 05 spielt auch in der kommenden Saison weiter in der Ersten Fußballbundesliga. Sogleich posteten die Rheinhessen ein Jubelposter der Mannschaft in den Sozialen Netzwerken, das allein bei Facebook rund tausend Mal geteilt wurde. Überragend oft für Mainzer Verhältnisse.

Überragendes hat auch Trainer Bo Svensson geleistet und dabei eine mausetote Truppe überlebensgroß hergerichtet. Vorausgegangen war die Verpflichtung von Christian Heidel als Sportvorstand zu Weihnachten, der umgehend Sportdirektor Martin Schmidt und Svensson zurück nach Mainz holte. Heidel sprach angesichts des Klassenerhalts von einem „historischen Moment“ und lobte ein bisschen auch sich selbst: „Es war Ruhe im Klub und der ganze Fokus galt dem Sport.“

Ganz so war es nicht, es gab zwischenzeitlich noch mächtig Ärger um die Aufstellung der Aufsichtsratskandidaten durch eine überforderte Wahlkommission. Der Zwist stellte sich jedoch als Angelegenheit heraus, der mehr negativ nach außen abstrahlte, als dass er die Arbeit von Svensson mit der Mannschaft beeinträchtigt hätte. Die punktete nun regelmäßig zuverlässig und ließ sich auch durch eine abgrundtiefe Leistung auf einen furchtbaren Untergrund beim 0:1 gegen den FC Augsburg Ende Februar nicht wieder aus dem Tritt bringen. Von Platz 17 aus rollte sie das Feld auf.

Bemerkenswert: Gegen die Spitzenteams Leipzig, Bayern, Leverkusen, Frankfurt und beim Hinspiel in Dortmund hatte es bis zum 0:2 am Sonntag unter Svensson keine einzige Niederlage gegeben. Und das nach mickrigen sieben Punkten aus der völlig missratenen Hinrunde unter Achim Beierlorzer und Jan Moritz Lichte. Zudem belastet durch einen Spielerstreik nach der Suspendierung von Stürmer Adam Szalai, der unter Svensson wieder regelmäßig ran durfte.

Viele Spieler entwickelt

Dem Dänen gelang es zudem, die jungen Leandro Barreiro und Jonathan Burkhardt zu entwickeln, dem Niederländer Jean-Paul Boetius bei allem angeboren Freigeist Seriosität zu vermitteln, Stefan Bell als Abwehrchef zu reanimieren und somit auch die Top-Verteidiger Jeremiah St. Juste und Moussa Niakhaté zu stabilisieren. Zudem erwies sich der zuvor farblose Österreicher Phillipp Mwene als klasse linker Läufer, dazu die Top-Leihgaben Danny da Costa und Dominik Kohr von Eintracht Frankfurt.

Svensson hörte dennoch nie auf, seine Mannschaft sowohl intern als auch öffentlich sorgsam zu kritisierenen - zuletzt sparte der 41-Jährige aber auch nicht mehr mit reichlich verdientem Lob. Sie hätten gemeinsam „etwas Brutales geschafft“ freute sich vor der Niederlage Bo Svensson, der Vater eines Erfolges, den sie nun gemeinsam kompensieren müssen.

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