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Mainz 05 bleibt im Pokal ein Schwächling

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Von: Jan Christian Müller

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Ratlos, fassungslos: Karim Onisiwo (li.) und Alexander Hack.
Ratlos, fassungslos: Karim Onisiwo (li.) und Alexander Hack. © dpa

Die Rheinhessen leisten kaum Widerstand beim 1:3 in Bochum

Der DFB-Pokal ist nichts für Mainz 05. Die Statistik ist für einen Erstligisten fast eine Peinlichkeit, ganz so wie die Vorstellung in der zweiten Halbzeit beim 1:3-Aus beim VfL Bochum. Seit der Saison 2009/10 sind die Nullfünfer dreimal in Runde eins, sechsmal in Runde zwei, zweimal im Viertelfinale und jetzt zum zweiten Mal im Achtelfinale ausgeschieden. Und nun zum zweiten Mal in Folge gegen den VfL Bochum. Völlig verdient, was angesichts des Ausscheidens vieler großer Mannschaften aus Mainzer Sicht umso ärgerlicher ist. Und was auch deshalb vermeidbar war, weil man nach dem 1:0 durch Karim Onisiwo mit einer Führung in die zweite Halbzeit ging und eigentlich alles im Griff zu haben schien.

Aber dann ließen die Mainzer Bochum erstaunlich widerstandslos gewähren. 05-Sportdirektor Martin Schmidt nahm zum Einbruch nach der Pause kein Blatt vor den Mund und lag bei seiner Einschätzung zweifellos richtig: „Wenn man nicht aufs Tor schießt, dann schießt man auch keine Tore. Wir haben uns niederringen lassen von einem Gegner, der mehr wollte.“ Torschütze Onisiwo pflichtete bei: „Der Biss hat gefehlt.“ Und wenn ein Team wie Mainz ohne Schärfe agiert, können auch Gegner vom Format des VfL Bochum besser sein.

Trainer Bo Svensson ärgerte sich vor allem über viel zu leicht hergeschenkte Gegentore: „Wir verhalten uns in ein paar Szenen sehr, sehr naiv. Zum Beispiel, als wir beim Stand von 1:1 nach eigenem Eckball ausgekontert werden.“ Zudem musste der Trainer einräumen, dass die Gastgeber zumindest eine Halbzeit lang „aggressiver und klar besser“ waren. Auch nach der Einwechslung des zunächst geschonten Jonathan Burkardt fiel den Rheinhessen nichts ein, was die Westfalen aus der Ruhe hätte bringen können.

Am Samstag bei Bundesliga-Schlusslicht Spvgg. Greuther Fürth wird Svensson wegen seiner Gelbsperre am Spielfeldrand fehlen. Aber Abwehr-Ass Jeremiah St. Juste, in Bochum aus Gründen der Belastungssteuerung gar nicht im Kader, hat sich bis dahin sicher wieder ausgeruht.

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