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Luxus in Wolfsburg

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Von: Jan Christian Müller

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Af dem Sprung: Mainzer Verteidiger Niakhaté und St. Juste. Foto: imago images
Af dem Sprung: Mainzer Verteidiger Niakhaté und St. Juste. © imago images/Martin Hoffmann

Mainz 05 befürchtet den Abgang seiner beiden besten Verteidiger St. Juste und Niakhaté.

Saison gelaufen, aber noch nicht vorbei: So lässt sich die Situation bei Mainz 05 vor dem Freitagsspiel der Fußball-Bundesliga beim VfL Wolfsburg (20.30 Uhr, Dazn) ganz gut zusammenfassen. Gerade haben die Rheinhessen stolz auf Instagram eine kleine Statistik gepostet, den Punktestand nach 30 Spieltagen nämlich. 2018: 30 Zähler, 2019: 36, 2020 und 2021 jeweils 31. 2022: 39! Kein Wunder, dass Führungskraft Stefan Bell mal ordentlich durchpustet und sagt: „Wir hatten jetzt jahrelang Dauerdruck und nun die Luxussituation, dass wir vier Spiele vor Schluss schon durch sind. Das sollten wir wertschätzen.“

Nicht abschenken

Das tun sie auch bei den Nullfünfern, nur hat Trainer Bo Svensson entschieden etwas dagegen, diesen Luxus nun so zu interpretieren, dass man sich nicht mehr richtig anstrengen würde. Zumal Wolfsburg ja noch längst nicht endgültig gerettet ist und es sich somit schickt, als Gegner nichts herzuschenken und so womöglich den Wettbewerb zu beeinflussen. Allzu große Hoffnungen auf viel Ertrag sollten sich 05-Fans jedoch nicht machen. Dafür ist Mainz auf fremden Terrain schlicht traditionell zu harmlos in dieser Saison.

Im Interview mit der „Allgemeinen Zeitung“ äußerte Svensson zudem die Sorge, dass mindestens einer der beiden Top-Verteidiger Moussa Niakhaté und Jeremiah St. Juste bald weg sein könnte: „Es kann sein, dass beide gehen. Es kann auch sein, dass einer bleibt. Zu glauben, dass beide bleiben, ist sehr optimistisch.“ Beide haben nur noch bis Sommer 2023 Vertrag, und, so der Chefcoach, „man geht nicht in ein Jahr rein mit solchen Spielern, ohne dass sie entweder verlängern oder woanders hingehen.“ Klingt realistisch. jcm

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