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Avancierte am Dienstag zum jüngsten deutschen Torschützen in der Champions League: Jamal Musiala vom FC Bayern München.
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Avancierte am Dienstag zum jüngsten deutschen Torschützen in der Champions League: Jamal Musiala vom FC Bayern München. dpa

Jamal Musiala vom FC Bayern

Löw statt Three Lions

  • Jakob Böllhoff
    VonJakob Böllhoff
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Das Ausnahmetalent Jamal Musiala vom FC Bayern entscheidet sich für die deutsche Nationalmannschaft.

Serge Gnabry hat es schon vor Wochen gewusst. „Es gibt keine Chance, dass wir ihn ziehen lassen“, sagte der deutsche Fußball-Nationalspieler in Diensten des FC Bayern Anfang des Jahres über seinen Teamkollegen Jamal Musiala. Er werde also „sein Bestes tun“, um Musiala, 17 Jahre alt, für den DFB zu gewinnen. Denn: „Er ist ein großartiger, großartiger Spieler.“

„Ich habe auf mein Gefühl gehört“

Tatsächlich ist Gnabrys Wunsch und Vorhersage am Mittwoch wahr geworden. Musiala, viel beachtetes Offensivtalent im europäischen Fußball, hat sich nämlich für die deutsche Nationalmannschaft entschieden und gegen die englische, für deren Nachwuchsteams er zuletzt auflief. „Ich habe ein Herz für Deutschland und ein Herz für England. Beide Herzen werden auch weiterhin schlagen. Ich habe sehr viel über diese Frage nachgedacht. Am Ende habe ich auf mein Gefühl gehört, dass es die richtige Entscheidung ist, für Deutschland zu spielen“, ließ der Umworbene verlauten, um den sich auch Bundestrainer Joachim Löw intensiv bemüht hatte und ihm eine Nominierung für die WM-Qualifikationsspiele Ende März in Aussicht stellte. Löw, betonte Musiala, habe ihm „einen sehr klaren Weg in der Nationalmannschaft aufgezeigt“.

In Stuttgart geboren, in England aufgewachsen

Musiala ist in Stuttgart geboren, lebte aber acht Jahre in England und spielte dort für den FC Chelsea. Für die deutsche U16 absolvierte er zwei Länderspiele, 23-mal lief er dagegen für die Junioren der Three Lions auf, zuletzt auch für die U21. Es sei deshalb „keine ganz so einfache Entscheidung gewesen“, betonte Musiala. Deutschland sei „das Land, in dem ich geboren wurde und in dem ich angefangen habe, Fußball zu spielen, aber in England bin ich aufgewachsen und habe dort immer noch viele Freunde“.

118 000 Euro in der Woche

Doch sein bester Freund ist sowieso der Ball, das zeigte Musiala am Dienstagabend eindrucksvoll. Befreit offenbar von der Last der Nationalteam-Entscheidung, avancierte das Bayern-Juwel beim beeindruckenden 4:1 (3:0) des Rekordmeisters bei Lazio Rom mit seinem Treffer zum 2:0, einem platzierten Rechtsschuss, zum jüngsten deutschen Torschützen in der Champions League. Der jüngste Bundesligaspieler in der Geschichte der Bayern war er vorher schon. „Das Tor zeichnet ihn aus. Er ist sehr ballsicher und hat ein gutes Gespür für die Räume“, lobte Trainer Hansi Flick den schnellen und gewandten Mittelfeldspieler, der am Freitag 18 Jahre alt wird. Dann wird er beim deutschen Rekordmeister einen Fünfjahresvertrag unterschreiben, mit dem er laut der britischen Tageszeitung „The Guardian“ 114 000 Euro verdienen wird – pro Woche. Zurzeit besitzt Musiala, der 2019 vom FC Chelsea nach München kam, noch einen Ausbildungsvertrag.

Lob von Nationalspielern

Goldene Zeiten brechen also an für den Teenager, der zuletzt auch von den gestandenen Nationalspielern Manuel Neuer, Joshua Kimmich und Leon Goretzka öffentlich belobigt wurde. Das, unterstrich Musiala, habe ihn „sehr beeindruckt“.

Rückspiel gegen Rom nur noch Formsache

Doch nicht nur der begehrte Jungspund, der naturgemäß in Sachen Körperlichkeit noch einiges aufzuholen hat im Profibereich, machte dem FC Bayern am Dienstagabend in der ewigen Stadt viel Spaß. „Grundsätzlich hat jeder die Erwartungen erfüllt. Jeder hat den Willen gehabt, von Anfang an etwas Besonderes zu leisten. Wir sind dem Viertelfinale einen Riesenschritt näher gekommen“, sagte Trainer Flick. Das Rückspiel gegen Lazio am 17. März in München ist im Grunde nur noch eine Art Formalie, vor allem, sollten sich die Römer erneut so fehleranfällig zeigen wie im Hinspiel – und Jamal Musiala und Co. so spielfreudig. mit sid

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