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Nicht nur gut am Ball: Lionel Messi.
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Nicht nur gut am Ball: Lionel Messi.

Primera Division

Lionel Messi macht Barça arm

  • Martin Dahms
    VonMartin Dahms
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Laut Geheimdokumenten kassiert der Superstar 128 Millionen pro Jahr, derweil sein Verein zusehends am Hungertuch nagt.

Das sollte niemand wissen. Der FC Barcelona bedauert, dass „ein Dokument aus ausschließlich privatem Bereich“ an die Öffentlichkeit gekommen ist. Und Lionel Messi will seine Anwälte in Bewegung setzen. Dabei muss er sich nicht schämen: Was die Madrider Tageszeitung „El Mundo“ am Sonntag ans Licht gebracht hat, weist ihn als den gewieftesten Gehaltsverhandler der Welt aus. Niemand verdient mehr als er. Peinlich ist das höchstens für Barça. Der Klub ist hoch verschuldet. „Einen Schritt vor der Pleite“, schreibt die Netzzeitung „El Confidencial“.

Dass Messi zu den Spitzenverdienern des Planeten gehört, ist keine Neuigkeit. Auf der Forbes-Liste der bestbezahlten Sportler steht er auf Platz drei hinter Roger Federer und Cristiano Ronaldo. Doch Forbes hat Messis Einkommen krass unterschätzt: 86 Millionen Euro, schreibt die Zeitschrift, davon 26,5 Millionen Werbeeinnahmen. Verbliebe ein Jahresgehalt von knapp 60 Millionen Euro. In Wirklichkeit bekommt er mehr als doppelt so viel. Je 128 Millionen Euro in den vergangenen vier Spielzeiten. Wenn er und seine Mannschaft sich anstrengen, kann es noch ein bisschen mehr werden. Kein Popstar, kein Medienmacher, kein Konzernvorstand erhält ein höheres vertraglich zugesichertes Gehalt. Laut Bloomberg erhielt Tesla-Chef Elon Musk 2019 knapp 600 Millionen US-Dollar. Aber das waren Aktienoptionen.

Messi unterschrieb seinen aktuellen Vertrag mit dem FC Barcelona am 25. November 2017 für vier Spielzeiten, die letzte davon läuft dieses Jahr ab. Der 32-Jährige hat seine gesamt Profilaufbahn in Barcelona bestritten. Seit 2004 spielt er bei Barça und hat entscheidend dazu beigetragen, dass der Klub in den vergangenen Jahren zu den erfolgreichsten der Welt gehörte. Ziemlich viele Leute halten ihn für den besten Fußballer, der je einen Rasen betreten hat. Barcelona wollte ihn unbedingt halten. Der Verein hat den Vertrag „auf den Knien“ unterschrieben, findet „El Mundo“, um danach „von der Herrlichkeit in den Ruin“ zu schliddern.

Fast alles fix

Barças glanzvollste Epoche liegt schon wieder ein paar Jahre zurück. Die Champions League gewann der Verein zuletzt 2015, also vor Messis Vertragsverlängerung 2017. Auch in der spanischen Liga läuft es nicht rund, da steht der FC Barcelona zurzeit auf Platz vier. Das ist nicht Messis Schuld allein. Bemerkenswert an seinem Vertrag ist allerdings, wie gering die erfolgsabhängigen Gehaltsanteile ausfallen. Messi bekommt sein Geld dafür, dass er Messi ist. Laut „El Mundo“ sind von den 511,3 Millionen Euro, die er allein seit der letzten Vertragsunterzeichnung bei Barça verdient hat, lediglich 25,3 Millionen Euro Erfolgsprämien.

Während sich Messi um seine Zukunft keine Sorgen machen muss, steht sein Verein vor dem finanziellen Kollaps. Nach dem letzte Woche veröffentlichten Finanzbericht hat der Klub Verbindlichkeiten von knapp 1,2 Milliarden Euro. Nur ein kleiner Teil davon – 203 Millionen Euro – kann der Coronakrise zugeschrieben werden. Barça braucht einen Neustart in eine Zukunft ohne Messi. Am 7. März wählen die Vereinsmitglieder einen neuen Vorstand. Der wird besser rechnen lernen müssen als seine Vorgänger.

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