Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Seltsame Nummer, seltsamer Klub: Messi fremdelt bei PSG,
+
Seltsame Nummer, seltsamer Klub: Messi fremdelt bei PSG,

Kommentar

Lionel Messi: Einsam in Paris

  • Thomas Kilchenstein
    VonThomas Kilchenstein
    schließen

Lionel Messi fühlt sich in Paris, in der Stadt der Liebe, offenbar noch nicht wohl. Ein Kommentar.

Wer mochte, der konnte in dieser Szene Symbolisches für die unbefriedigende Situation des Lionel Messi bei Paris St. Germain ableiten. Da legt sich einer der größten Spieler des Planeten in einem Champions-League-Spiel quer auf den Boden hinter einer vielbeinigen Mauer, um einen flachen Freistoßschuss abzublocken. Das wirkte verstörend: Der beste Fußballer der Welt, sechsmaliger „Ballon d’Or“-Gewinner, verrichtet eine Arbeit, die normal die verrichten sollten, die im Training die Tore wegtragen dürfen. So tief ist Messi also gesunken.

Man könnte andererseits auch sagen: Selbst ein Superstar stellt sich in den Dienst der Mannschaft, ist sich für derartige niedrige Aufgaben nicht zu schade.

Doch vermutlich täuscht der Eindruck nicht: Messi fühlt sich in Paris, in der Stadt der Liebe, noch nicht wohl, er fremdelt, mehr mit dem neuen Team als mit der Stadt. „Ich bin noch ein bisschen verloren“, hat er „France Football“ gestanden. Und so komplett in die Mannschaft, die morgen bei RB Leipzig als Tabellenführer die vorzeitige Qualifikation fürs Achtelfinale klar machen kann, ist der 34 Jahre alte Argentinier noch nicht integriert, zumindest hinkt er sportlich seinen Ansprüchen in der Ligue 1 hinterher: Fünf Spiele, kein Tor, nicht mal eine Torbeteiligung - das ist für einen, der beim FC Barcelona in 778 Pflichtspielen 672 Buden gemacht hat, in der Tat sehr dünn. Und die Kritik ist längst formuliert: Messi, der in den Spielen kaum auffällt, habe im Spitzenspiel am Wochenende gegen OS Lille in seinen 45 Minuten eine Leistung gezeigt, die „seinem legendären Talent unwürdig“ war, senkte „Le Figaro“ den Daumen.

Messi trauert noch immer seinem Herzensklub Barca nach, den er im Sommer tränenreich nach 21 Jahren verlassen hat. Das ist ja auch eine Zäsur, Messi war mit 13 nach Barcelona gekommen. Ihn habe niemand „gebeten, kostenlos zu spielen“,. sagte er nun „Sport“. Präsident Laporta habe ihm nur bedeutet, er müsse sein Gehalt um 50 Prozent reduzieren. Er habe sofort zugesagt. Nun muss man wissen, dass „la Pulga“ zwischen 2017 und 2021 eine halbe Milliarde Euro kassiert hat. Auch mit der Hälfte weniger wäre Messi für die hochverschuldeten Katalanen wegen Auflagen des Financial Fair Play nicht zu finanzieren gewesen. Ob Messi tatsächlich für umme gespielt hätte, ist eine andere Frage - dazu hat sich der begnadete Kicker nicht geäußert.

Zwei Jahre wird er halt noch bei PSG aushalten müssen, dann geht es zurück nach Barcelona. Er wolle Barca etwas zurückgeben, möchte helfen, als technischer Sekretär etwa, hinterm Schreibtisch und mit Krawatte. Zunächst aber legt er sich gegen Leipzig die Bälle zurecht, vielleicht auch wieder hinter die Mauer. In der Champions League übrigens klappt es besser, da traf er bei drei Einsätzen dreimal.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare