Treffen am Airport

Ligagipfel in Frankfurt

  • Jan Christian Müller
    vonJan Christian Müller
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Eintracht Frankfurt organisiert am kommenden Mittwoch einen Ligagipfel in Frankfurt – Vertreter von Mainz 05 sind nicht eingeladen und entsprechend sauer.

Eintracht Frankfurt ist dabei und kümmert sich vor Ort im Frankfurter Airport um die Organisation. 14 Bundesligaklubs und der Zweitligist Hamburger SV treffen sich am Mittwoch dort, angeführt vom einladenden Münchner Karl-Heinz Rummenigge, zum Gipfelkrisentreffen. Das berichten „Kicker“ und „Bild“ übereinstimmend. Ausdrücklich nicht eingeladen seien Mainz 05, Arminia Bielefeld, der FC Augsburg und der VfB Stuttgart. Genau jene vier Klubs also, die kürzlich gemeinsam mit zehn Zweitligisten ein Papier unterschrieben haben, in dem sie unter anderem eine paritätischere Verteilung der TV-Gelder zugunsten finanzschwächerer Vereine vorschlagen. Der Erste soll danach maximal das Doppelte des Letzten kassieren, derzeit ist es etwa das Vierfache. Die Frankfurter Eintracht hatte sich in Gestalt ihres Marketingsvorstands Axel Hellmann bereits kritisch zu den Ideen geäußert, Hellmann ist damit näher an den Bayern, Dortmund und Leverkusen als an Mainz 05.

Die Rheinhessen erfuhren von dem geplanten Treffen in Frankfurt über die Medien und empfinden das als schlechten Stil. Es sei „legitim, dass man sich austauscht“, aber ein „merkwürdiges Verhalten, wenn Teile der Liga ausgeschlossen“ würden von einem Treffen. 05-Finanzvorstand Jan Lehmann ergänzte, das Positionspapier unter Mainzer Mitarbeit sei zwar im kleineren Kreis erarbeitet worden, jedoch seien alle Klubs darüber informiert worden.

Beim Treffen am Mittwoch in Frankfurt sind auch Klubs wie der SC Freiburg, 1. FC Köln und Werder Bremen dabei, die als Unterstützer von Reformen zugunsten kleinerer Klubs gelten. Freiburg und Köln sind auch im DFL-Präsidium vertreten, wo noch in diesem Jahr eine Entscheidung um die umkämpften Fernseh-Milliarden getroffen werden soll.

Das ist aber nicht das einzige Thema auf der Agenda am Frankfurter Flughafen. Weitere Diskussionspunkte: Wie will man sich weiter zum komplizierten Thema Corona positionieren? Wie soll es weitergehen, wenn DFL-Chef Christian Seifert spätestens im Sommer 2022 nicht mehr da ist? Wie kann DFB-Präsident Fritz Keller im internen Machtkampf gestützt werden?

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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