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Ein Bild des Jammers: Schalkes Timo Becker hockt nach Spielende auf dem Spielfeld.
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Ein Bild des Jammers: Schalkes Timo Becker hockt nach Spielende auf dem Spielfeld.

Voll daneben: Schalke 04

Liebe kennt keine Liga

  • Thomas Kilchenstein
    vonThomas Kilchenstein
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Schalke verliert nach 2:0-Führung. Das ist gut so, denn Ein Sieg wäre Wettbewerbsverzerrung.

Vielleicht, man muss das sehr kritisch anmerken, hat sich Schalke 04 die vier Gegentore zu schnell einschenken lassen, viel zu schnell. Das könnte womöglich ein Geschmäckle birgen. Auch hätte ein wenig mehr Gegenwehr dieser Truppe, die nie bundesligatauglich war und im Kern nur noch eine Lachnummer ist, gut zu Gesicht gestanden. Aber dem Gegner nur 17 Minuten Zeit zu geben, vier Tore zu schießen, war jetzt nicht unbedingt superclever - auch wenn es nur recht und billig ist.

Denn wie konnte es passieren, dass Schalke 04 in 45 Minuten zwei Tore schießt und damit auch noch in die Pause gehen kann? Ausgerechnet gegen die TSG Hoffenheim, gegen die sie in der Hinrunde verhindert haben, noch schwächer da zu stehen als die allerschwächste Mannschaft in der Bundesligahistorie, die Freizeitkicker von Tasmania Berlin? 2:0 zur Halbzeit - das sah ja schon nach dem dritten Sieg im 47. Bundesligaspiel aus. Konnte und durfte nicht sein.

Denn das wäre ja Wettbewerbsverzerrung.

Schalke 04, der verdienteste Absteiger der jüngeren Vergangenheit, pflegt seit eineinhalb Jahren quasi gegen jeden zu verlieren, zumindest nicht zu gewinnen. Das ist nun eine Konstante, damit kann man in der Liga planen, im Grunde werden die Spiele gegen Schalke zum Streichresultat, die drei Punkte kann man sicher einplanen. Als Depp steht da, wer gegen S04 Federn lässt. Und die Idee, sich halbwegs ordentlich aus der Erstklassigkeit zu verabschieden, ist längst Makulatur. Sie lassen es laufen.

Sportlich ernst nimmt kaum noch einer die so dramatisch Abgestürzten aus Gelsenkirchen-Buer, fast hat man Mitleid mit alten Schalker Fahrensmännern wie Mike Büskens oder Gerald Asamoah - und jenem Teil der großen Fangemeinde, deren Herz angesichts der nur noch peinlichen Vorstellung der Profis blutet. Wie jener Handvoll beinharter Supertreuen, die tatsächlich die gut 350 Kilometer, einfach, nach Sinsheim auf sich nahmen, um ihre Helden vor dem Stadion zu unterstützen. „Liebe kennt keine Liga“, stand auf den Bannern.

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