Forderungen

Lewandowski macht in Hollywood Theater

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Bayern-Stürmer fordert im US-Trainingslager Verstärkungen: „Sonst wird’s schwierig“

Kaum ist der FC Bayern in Los Angeles, erinnert er tatsächlich immer mehr an den einst viel zitierten FC Hollywood. Der war sportlich zweifelsfrei etwas Besonderes, erschuf sich allerdings auch immer wieder Baustellen, wo gar keine waren. Der Hauptdarsteller der neuesten Episode FC Hollywood kommt aus Polen, ist verdammt treffsicher und hört auf den Namen Robert Lewandowski.

Vor dem ersten Testspiel gegen den FC Arsenal bekam auch der muskelbepackte 30-Jährige die Frage gestellt: „Wie viele neue Spieler braucht der FC Bayern noch?“ Lewy legte los, wie sonst nur in des Gegners Strafraum. Der Münchner Mittelstürmer: „Es ist nicht optimal, dass wir so wenige Profispieler im Kader haben. Das muss ich ehrlich sagen. Klar, wir haben noch ein bisschen Zeit, aber nicht nur ich, sondern auch die anderen Spieler warten auf ein oder zwei neue Spieler.“

Hätte Lewandowski diese Frage nicht für eine klare Forderung nutzen wollen, wäre er ausgewichen. Dass der Pole so etwas drauf hat, hat er im Laufe seiner Karriere schon oft unter Beweis gestellt. Warum also der Kaufbefehl? In den Trainingseinheiten sei schon zu sehen, dass die Konkurrenz nicht groß genug sei, um die Qualität entscheidend zu steigern. Und dem 30-Jährigen, der kurz vor einer Vertragsverlängerung bis 2023 steht, fehlt noch eine Trophäe in seiner Sammlung: der Champions-League-Henkelpott. Als der FCB den vor sechs Jahren in den Londoner Nachthimmel stemmte, kickte er noch bei Finalgegner Dortmund.

Die Königsklasse als Kirsche auf der Karrieretorte? Lewandowski: „Deshalb warten wir auf die Transfers. Ohne die wird es schwierig, um die großen Titel zu spielen.“ Und weiter: „Wenn du auf Topniveau bleiben und daran glauben willst, alle Titel zu gewinnen, dann brauchst du eine starke Mannschaft. Der FC Bayern hat in den letzten zwei Jahren wahrscheinlich keinen großen Transfer gemacht.“ Als sei das noch nicht genug Klartext gewesen, fügte der dritte Kapitän hinzu, dass seine Entscheidung in Sachen Vertragsverlängerung zumindest auch davon abhängt, welche Transfers getätigt werden. Der Pole schloss mit den Worten: „Ich habe mit dem Vorstand gesprochen und Informationen bekommen. Sie arbeiten daran.“

Spanier Roca im Anflug

Bereits vor dem Angreifer hatte Keeper Manuel Neuer über seinen Berater Thomas Kroth verkünden lassen, dass der Kader noch nicht stark genug sei, um in der Champions League bis zum Ende mitspielen zu können. Karl-Heinz Rummenigge hatte danach erklärt, diese Meinung sei alleine die von Kroth. Spätestens jetzt ist aber glasklar, dass sich einige Führungsspieler ernsthaft Sorgen machen um die internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Thomas Müller gehört nicht dazu. Der Ur-Bayer: „Dass beim FC Bayern drumherum immer etwas los ist, daran habe ich mich gewöhnt. Ich lasse mich grundsätzlich nicht aus der Ruhe bringen. Und wenn eh schon sehr viel zu Dingen gesagt wird, die eigentlich nur einige wenige im Verein etwas angehen ...“ Schnelle Abhilfe beim Transferfrust einiger Stars könnte Marc Roca (22/Espanyol Barcelona) schaffen. Der spanische Mittelfeldmann soll sich mit den Münchnern einig sein und könnte für die fixe Ablöse von 40 Millionen Euro wechseln. Zu diesem Namen wollte sich beim FCB keiner äußern – was meist sehr vielsagend ist.

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