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Aufbauhelfer: Bayer Leverkusen muss wieder mal einige Frusterlebnisse verarbeiten.
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Aufbauhelfer: Bayer Leverkusen muss wieder mal einige Frusterlebnisse verarbeiten.

Kommentar

Der Duft des (Miss-)Erfolgs

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Es ist schon erstaunlich, wie sehr Bayer Leverkusen seit dem Rückschlag im Dezember gegen Bayern München Knall auf Fall eingebrochen ist. Der Kommentar.

Für die Fußballer von Bayer Leverkusen war das vergangene Jahr eines zum Schnuppern am großen Coup. Gleich zweimal kroch der süßliche Duft des Erfolgs schon in die gierigen Riecher empor, ehe er sich dann doch in ein stinkendes Gemisch verwandelte. Wieder nix mit einem Titel, wie immer halt. Erst im Juli die eindeutige Niederlage im DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern, dann die knappere, aber fast genauso schmerzhafte, weil mit einem Mal quasi alle Mini-Meisterschaftsträume beendende Vorweihnachtspleite in der Liga bei den Münchner. Immer dieser Bajuwaren, echt nervig.

Es ist schon erstaunlich, wie sehr Bayer Leverkusen seit diesem Rückschlag im Dezember Knall auf Fall eingebrochen ist, seitdem gewannen die Rheinländer nur eines von sechs Ligaspielen, lediglich vier geholte Punkte von 18 möglichen beförderten sie im Eiltempo aus dem Rennen um die Schale. Und keiner weiß so recht: Warum denn eigentlich?

Nun gut, manch einer könnte erwidern: Weil es eben schon immer so war und auch künftig immer so sein wird, weil unterm Bayer-Kreuz notorische Titelverweigerer werkeln. Und natürlich wird da auch ein bisschen Wahrheit dran sein an dieser These, irgendwo muss sie ja herkommen diese ständige Nervenflatterei gepaart mit Leistungseinbrüchen in den wichtigen Momenten. Nicht umsonst stufte Rudi Völler, der Chef des Ganzes, den zwischenzeitlichen 4:1-Pokalsieg Anfang Januar gegen Eintracht Frankfurt nur als „Ausreißer“ ein, als einen nach oben wohlgemerkt.

Wer folgt auf die Bayern?

Doch im Grunde, und das ist die seltsame Pointe dieser (aus Bayer-Sicht) traurigen Geschichte: Wenn all dieser Mief der Vergangenheit mal weggeweht würde, auch jetzt, Anfang Februar, wäre der durch die Luft wabernde süßliche Duft des Erfolgs zu riechen. Na klar, noch ein ganzes Stückchen entfernt, aber allemal da. Denn heute sind die Leverkusener im Pokalachtelfinale gegen Rot-Weiss Essen gefordert, bei einem Viertligisten, dem Tabellenzweiten der Regionalliga West, und wenn also nicht ganz wilde Sachen an diesem Dienstagabend geschehen, werden die Leverkusener morgen in der Runde der letzten Acht stehen. Flankiert von ebenfalls lange titellosen Klubs wie Schalke, Bremen oder Köln, oder noch größeren Außenseitern.

Die für die Konkurrenz so nervigen Bayern sind nicht mehr im Wettbewerb dabei, den Kielern sei dank, erst zum achten Mal in diesem Jahrhundert werden sie nicht im Finale von Berlin stehen. Eine Chance, die es für die Konkurrenz zu nutzen gilt. Bloß: Wer glaubt schon daran, dass ausgerechnet Bayer Leverkusen dies tun könnte?

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