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Leroy Sané, der Daniel Düsentrieb des Nationalteams, trägt die Haare wieder offen.

Offensive

Leroy Sané sieht sich auf einem guten Weg

  • vonManuel Bonke
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  • Jan Christian Müller
    Jan Christian Müller
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Der neue Star des FC Bayern München, Leroy Sané, kehrt zur deutschen Nationalmannschaft zurück. Er sieht sich nach überstandener Knieverletzung auf einem guten Weg.

Leroy Sané hat mit seinem extravaganten Kleidungsstil bei so mancher DFB-Ankunft schon für Aufsehen gesorgt. Doch der Königstransfer des FC Bayern ist - zumindest vorübergehend - lern- und anpassungsfähig. Also schraubte er in Stuttgart seinen Eigensinn für Mode zurück und fuhr im schlichten weißen Pullover und einer beigen Hose vor. Allerdings verzichtete der Neu-Münchner, anders als seine DFB-Kollegen, auf einen Mundschutz und huschte dementsprechend schnell mit einer Reisetasche ins Hotel. Dort sei die Wiedersehensfreude groß gewesen, sagte der Daniel Düsentrieb der deutschen Nationalmannschaft später. Immerhin fand sich Sané zum ersten Mal seit seinem überstandenen Kreuzbandriss wieder im Kreise des DFB ein, mal abgesehen von einem überraschenden Kurzbesuch während seiner Verletzungspause im vergangenen Jahr.

Das DFB-Team ist für den Angreifer seit seiner Ausbootung im Trainingscamp in Eppan kurz vor der missratenen WM 2018 gewohntes Terrain – und auch in München hat sich der Außenbahnspieler schon gut eingelebt. Bereits Anfang August berichtete Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic, dass sich Sané in Trainingsspielen „flüssig und problemfrei bewegt, dass er mit sehr großem Tempo und Tordrang in seine Dribblings geht“. Gleichzeitig mahnte Salihamidzic aber zu Geduld: „Er kommt aus einer Verletzung mit sehr langer Pause. Ich hatte als Profi dieselbe Verletzung und weiß, dass man im Training an den Wettkampf, das große Feld, die Räume herangeführt werden muss.“

In Stuttgart sprach Sané im Gespräch mit DFB-TV-Chef Uli Voigt auf dem Trainingsplatz von einem „toughen Jahr“, in dem er sich „persönlich noch besser kennengelernt“ habe. Er sei bei 80 Prozent seiner Leistungsstärke. Zuvor hatte der 24-Jährige im Fachblatt „Kicker“ eine wahre Ode an seinen vormaligen Trainer Pep Guardiola performt. Der Trainer von Manchester City habe ihn „regelrecht komplett neu programmiert“ - und zwar „im Positionsspiel, in der generellen Wahrnehmung des gesamten Spiels, im taktischen Verhalten in der Offensive wie Defensive“. Guardiola habe auf kleinste Details, auf die kleinsten Bewegungen geachtet: „Es sind schon die einfachen Bewegungen, bei denen du denkst, ach, niemals. Aber wenn du es umsetzt, merkst du sehr schnell, oh da hat Guardiola doch recht. Es hilft, was er rät.“

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