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Geht dahin, wo es wehtut: Leroy Sané (hinten) im Dreikampf mit zwei Bochumern.
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Geht dahin, wo es wehtut: Leroy Sané (hinten) im Dreikampf mit zwei Bochumern.

Bayern München

Leroy Sané hat verstanden

  • VonManuel Bonke
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Der Angreifer ist jetzt auch gut ohne Ball am Fuß, beim 7:0 gegen den VfL Bochum beweist er das eindrucksvoll.

Eine gute Stunde war gespielt, als Leroy Sané (25) den Platz verließ – und für seinen überragenden Auftritt gegen den harmlosen VfL Bochum Sonderapplaus von den Rängen der Münchner Arena erhielt. Balsam für die Seele des Flügelflitzers. Immerhin ist es keinen Monat her, da wurde er wegen seiner Leistung gegen den 1. FC Köln noch von den eigenen Leuten ausgepfiffen. „Ich weiß, was ich abliefern kann. Das hat mich bereits die Spiele davor genervt“, gestand Sané nach seiner Gala gegen Bochum und erinnerte sich an die Pfiffe von damals: „Es ist nicht so, dass ich sage, ich will das nochmal erleben.“

Zur Erinnerung: Damals jagte eine Sané-Diskussion die nächste: Auf welcher Position kann er seine Stärken am besten entfalten? Warum lässt er offenbar die nötige Einstellung auf dem Platz vermissen? Wie sehr sind die Mitspieler schon von seiner (zu) lässigen Art genervt?

Der Nationalspieler ließ sich von dieser Nervosität nicht anstecken – und lieferte in den darauffolgenden Spielen ab. Das beweist die Statistik: Der Linksfuß war in den vergangenen fünf Partien an sieben Treffern direkt beteiligt – dreimal als Torschütze, viermal als Vorlagengeber.

Vorläufiger Höhepunkt war Sanés Sahnetag gegen den überforderten VfL, als der Offensiv-Künstler nach einer Viertelstunde einen Freistoß aus rund 25 Metern in die Maschen zirkelte, ehe er zehn Minuten später Joshua Kimmich bei dessen Treffer zum 2:0 mustergültig bediente.

Sané legte in den vergangenen Wochen nach den Trainingseinheiten häufig Sonderschichten ein, um an seiner Freistoßtechnik zu feilen. „Ich trainiere relativ viele Freistöße. Gerade vor dem Spiel versuche ich, mir ein gutes Gefühl zu holen, auch von verschiedenen Distanzen“, verriet Sané und erklärte seinen Treffer wie folgt: „Ich habe geschaut, wie die Mauer steht. Im Endeffekt habe ich einfach entschieden, direkt zu schießen.“

Dass der Königstransfer des vergangenen Jahres seine Punkte auf dem Scorerkonto diese Saison kontinuierlich nach oben schraubt, freut vor allem Hasan Salihamidzic. Für den Sportvorstand ist Sané ein Unterschiedsspieler, der Tore und Vorlagen liefern muss. Wenn Sané etwas Zählbares zum Spiel beitragen kann, freut das freilich auch Julian Nagelsmann. Für den Münchner Cheftrainer sind die unspektakulären Elemente im Spiel von Sané ebenfalls wichtig: „Ich finde, er hat eine extrem gute Entscheidung getroffen, ohne dass sie ihm irgendeiner mitgeteilt hat: Dass er sich in den Momenten, die nichts mit seinem Riesentalent zu tun haben, volle Kanne reinwirft, weil das honoriert wird und er in gute Situationen kommt.“

Was Nagelsmann meint: Gegen Bochum war Sané in den Zweikämpfen enorm präsent, arbeitete diszipliniert nach hinten – und erkämpfte sich so Bälle für anschließende Offensivaktionen. „Ich habe ja schon oft betont, dass er herausragend gut ist und dass wir viel Freude an ihm haben werden – und das zeigt er jetzt auch in den letzten Wochen.“

Diese Freude versprühte Sané auch bei seinem Dribbling, mit dem er das 6:0 durch Lewandowski einleitete: Nachdem er sich bis an die Grundlinie durchgesetzt hatte, legte er auf Gnabry, der Lewandowski bediente. Nagelsmann erinnerte an seine Worte nach dem Köln-Spiel: „Ich habe mehrfach betont, dass wir nicht so viel über ihn reden, sondern ihn einfach machen lassen sollen. Er muss sich wohl fühlen, das tut er.“ Und das sieht man.

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