Bundesliga

Leipzig soll strahlen

Julian Nagelsmann fordert Steigerung von RB.

Die übliche Rechnung war Julian Nagelsmann viel zu kurz gegriffen. Herbstmeister RB Leipzig gleich deutscher Meister RB Leipzig? Nein, damit muss man dem Trainer der Sachsen dieser Tage nicht kommen. „Der Herbstmeistertitel ist mir völlig scheißegal – das sage ich Ihnen ganz ehrlich“, so Nagelsmann vor dem Rückrundenstart am Samstag (18.30 Uhr) gegen Union Berlin.

Das Rennen um die Schale, sagte der 32-Jährige, sei erst entschieden, „wenn es die Flagge gibt oder wenn der 34. Spieltag abgepfiffen wurde.“ Trotzdem ist RB als bestes Team der Hinrunde aktuell der Favorit. Die 37 Punkte aus den ersten 17 Ligaspielen waren stark, spielerisch überzeugte das Team vielfach – Nagelsmann aber formuliert die Ziele lieber zurückhaltend.

Die ersten vier Plätze werden angepeilt, so der Coach, der nicht müde wird zu betonen, dass für ganz oben viel zusammenpassen müsse. Dafür habe RB „auch noch eine Performance abzurufen, die besser sein muss, als die 37 Punkte aus der Hinrunde“, sagte der Coach. Aufgrund der engen Konstellation an der Tabellenspitze ist diese Einschätzung zutreffend, dennoch klingt es etwas nach taktischer Tiefstapelei.

Nagelsmann widerspricht hier jedoch entschieden. „Platz eins bis vier ist sicherlich nicht tiefstapeln. Da können Sie bei ein paar anderen Trainerkollegen anklopfen, da wissen Sie, was tiefstapeln ist“, sagte er.

Es gehe nun „darum etwas auszustrahlen, damit die anderen Mannschaften wissen, wir sind bereit, um die ersten vier Plätze zu kämpfen“, forderte Nagelsmann. Allerdings gibt es personelle Probleme. Ein Einsatz des erkälteten Spielmachers Emil Forsberg in Berlin ist unwahrscheinlich. Zudem fehlen defensiv Willi Orban und Ibrahima Konate. (sid)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare