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Yussuf Poulsen (r.) überwindet Lukas Hradecky (l.) mit einem sehenswerten Lupfer.

1. Bundesliga

Leipzig fertigt Bayer Leverkusen ab

Mit dem klaren 3:0-Sieg gegen Bayer Leverkusen schiebt sich RB Leipzig auf den dritten Tabellenplatz. Yussuf Poulsen gelingt ein Doppelpack.

Jubilar Lukas Klostermann und Yussuf Poulsen haben RB Leipzig auf Platz drei der Fußball-Bundesliga geschossen. In seinem 100. Pflichtspiel für die Sachsen erzielte Abwehrmann Klostermann am Sonntag beim 3:0 (1:0) über Bayer Leverkusen in der 68. Minute vor 36 155 Zuschauern den zweiten Treffer. Yussuf Poulsen hatte RB in der 27. Minute in Führung gebracht und sorgte in der 85. Minute für den Endstand. Damit blieben die Leipziger auch im zehnten Liga-Spiel in Serie ungeschlagen und zum fünften Mal hintereinander ohne Gegentor.

„Wichtig war, dass die Null wieder stand“, sagte RB-Trainer Ralf Rangnick. Trotz der Lauerstellung auf die Tabellenspitze wollte der Leipziger Trainer aber nicht höhere Ziele formulieren. „Entscheidend ist, wie die Mannschaft sich entwickelt. Gegen so eine Mannschaft wie Leverkusen so wenig zuzulassen, da muss man den Hut vor den Jungs ziehen.“

Leverkusen ist weiterhin nur drei Punkte von einem direkten Abstiegsplatz entfernt im unteren Tabellendrittel. „Es hatte heute keine Struktur, es war jeder für sich. Oft wurde im falschen Moment gespielt, zu viele Bälle gingen verloren, das war gar nix“, monierte Leverkusens Kevin Volland. Derzeit sei man von den eigenen Ansprüchen „meilenweit entfernt“, sagte der Angreifer bei Sky.

Leipzig mit guter Defensivarbeit

Rangnick hatte die Mannschaft im Vergleich zum 1:2 bei Celtic Glasgow am Donnerstag gleich auf sieben Positionen verändert. Bei Leverkusener Angriffen formierte sich eine Fünfer-Abwehrkette, die bei eigenem Ballbesitz in eine Dreier-Kette aufgelöst wurde. Dem versuchte Bayer mit langen Bällen in die Spitze zu begegnen.

Doch das gelang nur selten, weil die Leipziger Bayer gar nicht erst in solche Situationen brachten. Vielmehr hielten sie den Ball weit vom eigenen Strafraum entfernt und versuchten, die Gäste unter Druck zu setzen. Besonders Timo Werner war ein ständiger Unruheherd, band mit Mitchell Weiser und Tah oft zwei Defensivakteure. Und erarbeitete Chancen. Sein Schuss ging nur Zentimeter über das Tor von Lukas Hradecky (14.), nach einer scharfen Eingabe traf Kevin Kampl nur das Außennetz (31.).

RB wartet auf Konter

Vieles im Spielaufbau beider Teams blieb Stückwerk, weil großes Augenmerk auf die Abwehr gelegt wurde. Leipzig verdiente sich die Führung allerdings durch die größere Kreativität. Ein starkes Zuspiel von Diego Demme verwertete Poulsen gekonnt. Die Gäste hatten dagegen nur eine Chance, als sich Havertz behauptete, jedoch am Tor vorbei zielte.

Darauf reagierte Trainer Heiko Herrlich in der Pause, brachte für Jedvaj Leon Patrick Bailey. Mit ihm bekam Bayer zumindest zu Beginn der zweiten Hälfte mehr Zugriff auf das Mittelfeld, ohne aber für Gefahr zu sorgen. Dafür fehlte es an Tempo und Genauigkeit.

RB ließ die Gäste kommen und wartete auf Konter. Die Chancen dazu kamen nach einer Stunde. Das 2:0 entsprang einer Kombination über Poulsen und Marcel Sabitzer. Danach hatte Werner noch eine Großchance, scheiterte aber an Hradecky. Auf der Gegenseite rettete Peter Gulacsi mit einer spektakulären Parade bei einem Freistoß von Bailey die Null, bevor Poulsen nach einem Fehler von Dominik Kohr und Vorarbeit von Klostermann zum Endstand einschieben konnte. (dpa)

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