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Leipzigs Stürmer Timo Werner hofft auf ein Überwintern in der Europa League.

Europa League

RB Leipzig braucht Euro-Sieg und Schützenhilfe

Ein Sieg von RB Leipzig gegen den norwegischen Rekordmeister Trondheim ist Voraussetzung für das Überwintern in der Europa League. Das geht aber nur mit der Schützenhilfe vom einstigen RB-Schwesterclub Salzburg. Rangnick will sein bestes Team aufbieten.

Im besten Fall ist das letzte Gruppenspiel der Europa League für RB Leipzig mehr als nur ein Stimmungsaufheller.

Bei einem Sieg daheim an diesem Donnerstag (21.00 Uhr) gegen den punktlosen Tabellenletzten Rosenborg Trondheim und Schützenhilfe vom einstigen Schwesterclub aus Salzburg könnte der ambitionierte Bundesligist sogar noch in der Europa League überwintern. Cheftrainer Ralf Rangnick will daher seine Bestbesetzung aufbieten. „Wir haben morgen das zwölfte internationale Spiel in dieser Saison. In den bisherigen elf Spielen haben wir immer die bestmöglichste und ausgeruhteste Mannschaft ins Rennen geschickt. Das wird auch morgen so sein“, sagte Rangnick auf der Pressekonferenz.

Dafür muss die zuletzt in Freiburg (0:3) desolat auftretende Mannschaft aber eine Reaktion zeigen, sonst könnte die Stimmung vor dem Jahresendspurt in der Bundesliga weiter leiden. Denn der Fokus liegt auf dem Erreichen der Champions League. Von Wiedergutmachung will RB-Kapitän Willi Orban nichts wissen. „Was willst du da gutmachen? Das Spiel ist vorbei, die Punkte sind weg. Wir haben es abgehakt und analysiert“, betonte der Abwehrchef.

Innerhalb von sieben Tagen absolviert RB drei Bundesliga-Spiele, zwei daheim gegen den FSV Mainz 05 und Werder Bremen, dazwischen die Auswärtsbegegnung beim FC Bayern München. „Wir freuen uns auf zwei englische Wochen zum Abschluss des Jahres. So kann jeder nochmal genug Spielzeit sammeln. Wir spielen zu Hause, dass tut uns bekanntlich auch gut, da fühlen wir uns momentan ein bisschen wohler“, meinte Orban.

Die Einstellung bei den Salzburgern scheint zu stimmen. Immerhin gewannen sie alle fünf bisherigen Gruppenspiele. Denn die bereits für die K.o.-Phase qualifizierten Mozartstädter wollen zeitgleich im Glasgower Celtic Park auf Sieg spielen. „Wir wollen ja nicht den Wettbewerb verzerren. Ich glaube, dass sich Celtic das Weiterkommen, wenn sie das wollen, sehr hart erarbeiten muss“, sagte Salzburg-Trainer Marco Rose.

Glaubt man RB-Innenverteidiger Ibrahima Konaté, dann müsste RB den norwegischen Doublegewinner, dessen Saison bereits beendet ist, überrollen. „Für uns ist das ein Schicksalsspiel. Wir müssen auf jeden Fall gewinnen. Denn es wäre das Schlimmste, wenn Salzburg in Glasgow gewinnt, und wir erledigen unsere Aufgabe nicht“, sagte der Franzose der „Bild“.

Immerhin war es eines der Saisonziele der Sachsen, international auch nach der Winterpause dabei zu sein. Vorstandschef Oliver Mintzlaff sprach von einer Enttäuschung, sollte man in der Gruppenphase ausscheiden. Rangnick meinte nach dem 0:1 in Salzburg: „Wir haben nichts dagegen, noch ein bisschen länger in der Europa League zu spielen, unsere Priorität liegt ganz klar auf der Bundesliga.“

Unmittelbar vor dem Trondheim-Spiel wollte Rangnick von solchen Pioritäten nichts wissen: „Niemand bei uns - auch ich nicht - hat gesagt, dass die Bundesliga Vorrang hat. Dass die Bundesliga mit 34 Spielen das Kerngeschäft ist, ist vollkommen logisch. Ich will nochmal betonen, wir sind die Mannschaft, die mit Abstand die meisten internationalen Spiele in Deutschland hatte. Wir haben bisher jedes einzelne dieser Spiele extrem ernst genommen. Und das wird auch weiterhin so sein.“

(Von Frank Kastner, dpa)

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