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Stehengelassen: die Bayern-Fußballerinnen gegen Olympique Lyon.
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Stehengelassen: die Bayern-Fußballerinnen gegen Olympique Lyon.

Frauenfußball

Lehrstunde im Ausland

  • Frank Hellmann
    VonFrank Hellmann
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Der deutsche Frauenfußball kriegt von der internationalen Konkurrenz aufgezeigt, wie man erfolgreich Fußball spielt - und sich erfolgreich vermarktet. Ein Kommentar,

Nein, es war keine gute Woche für den deutschen Frauenfußball. Dienstag und Mittwoch in der Primetime, ohne jegliche Konkurrenz zum omnipräsenten Männerfußball, haben die drei deutschen Vertreter der Women’s Champions League prestigeträchtigen Gruppenspiele im Ausland ausgetragen. Das Ergebnis fiel unter dem Strich einigermaßen ernüchternd aus: In der Nachspielzeit fing sich der Pokalsieger VfL Wolfsburg noch den 2:2-Ausgleich bei Juventus Turin ein. Mamma mia.

Völlig chancenlos war tags darauf der Liga-Dritte TSG Hoffenheim, der mit der 0:4-Klatsche beim FC Barcelona noch bestens bedient war. Der Titelverteidiger zeigte dem überforderten Ausbildungsverein aus dem Kraichgau die Grenzen auf. Oh weia.

Und nebenbei glänzten mit Alexia Putellas, Marta Torrejon oder Jennifer Hermoso jene spanischen Nationalspielerinnen, denen Deutschland nächsten Sommer bei der EM in England in der Gruppenphase begegnet. Dass im Mutterland des Fußballs der nächste Entwicklungsschritt vieler Nationen vorgeführt wird, steht fest. Insofern war es auch kein gutes Zeichen, dass sich Meister FC Bayern erneut der Klasse des sechsfachen Champions-League-Siegers Olympique Lyon beugen musste: Die 1:2-Niederlage hat dem letzten FCB-Verantwortlichen die Augen geöffnet, wie weit der Weg an die internationale Spitze bei den Frauen immer noch ist.

Was bei den professionell gemachten Übertragungen des Streamingdienstes Dazn noch auffiel: In Turin und Lyon bespielten die Frauen die großen Arenen der Männer, lockten jeweils fünfstellige Zuschauerzahlen. Die Münchnerinnen mit ihren vielen deutschen Nationalspielerinnen bestreiten sowohl ihr Spitzenspiel gegen den VfL Wolfsburg am Samstag als auch vier Tage später ihr Rückspiel gegen Lyon wieder auf dem eigenen Campus. Das bescheidene Fassungsvermögen: 2500 Plätze. Das Ambiente wirkt, mit Verlaub, ziemlich provinziell.

Wenn es der FC Bayern wirklich ernst meint mit der Vorreiterrolle für die Fortentwicklung des deutschen Frauenfußballs, sollte er schleunigst über Highlight-Veranstaltungen in der Arena in Fröttmaning nachdenken. Ausreden gibt es nicht. Robert Lewandowski und seine Kollegen sind erst übernächstes Wochenende wieder aktiv.

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