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Nur Gelb, nicht Rot: Santiago Ascacibar (2.v.r.) im Glück.
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Nur Gelb, nicht Rot: Santiago Ascacibar (2.v.r.) im Glück.

Voll daneben: Santiago Ascacibar

Lauter Fehltritte in Berlin

  • Ingo Durstewitz
    VonIngo Durstewitz
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Hertha BSC schlingert tiefer in den Abstiegssumpf, und einer entgleist auch noch verbal

Man kann nicht behaupten, dass der Möchtegern-Weltklub Hertha BSC unter dem neuen, alten Trainer Pal Dardai mit Siebenmeilenstiefeln aus dem Tabellenkeller marschieren würde. Neun Spiele haben die Berliner unter dem Ungarn absolviert, die Bilanz: zwei Siege, zwei Unentschieden, fünf Niederlagen. Der Vorsprung auf Arminia Bielefeld auf Rang 17: zwei Punkte. Im Januar, als der Trainer noch Bruno Labbadia hieß, betrug der Abstand auf den ersten Abstiegsrang immerhin sieben Zähler. Da entwickelt sich also etwas in die falsche Richtung.

Und Besserung scheint nicht in Sicht, nach dem enttäuschenden 1:1 im hitzigen Derby gegen Union Berlin polterte Dardai: „Ich bin negativ überrascht von meiner Mannschaft. Sie war wie gelähmt. Die zweite Halbzeit kannst du komplett vergessen.“ Das Remis schmeichelt den Herthanern, die mit zwölf Punkten das zweitschlechteste Team in diesem Jahr stellen, nur Schalker 04 - wer sonst? - hat eine noch miesere Bilanz (sechs Zähler).

Das könnte am Ende wirklich eng werden mit dem Klassenerhalt, ein Abstieg würde die großen und einigermaßen realitätsfernen Pläne des Vorstandschefs Carsten Schmidt torpedieren. „Wir wollen die größte Aufholjagd, die der deutsche und vielleicht der internationale Fußball je erlebt hat“, sagte er neulich. Vielleicht wird der designierte Sportboss Fredi Bobic erst einmal den Wiederaufstieg organisieren müssen.

Zumindest ließen sich die Hertha-Profis auf dem Platz nichts gefallen, teilten ordentlich aus, insgesamt 25 Fouls standen zu Buche. Einer übertrieb es, ließ sich zu einem doppelten Fehltritt hinreißen. Santiago Ascacibar senste erst Nico Schlotterbeck um und brüllte den auf dem Boden liegenden Kontrahenten dann noch an: „Steh auf, Du Arschloch.“ Das ist im Fußball nicht ungewöhnlich, macht es aber nicht besser. Es ist nicht die feine Art und kein sittsamer Umgangston. Gut, dass derlei Entgleisungen in menschenleeren Stadien gut zu verstehen sind.

Eine Hinausstellung wäre die richtige Entscheidung gewesen, so aber gab es nur Gelb für Ascacibar – nicht wegen des Kraftausdrucks, sondern für das Foul. Irgendwie voll daneben.

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