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„Unser Spiel lebt von Intensität. Das ist auch das, was ich im Training fordere. Da gibt es nur selten Pausen“: Bo Svensson.
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„Unser Spiel lebt von Intensität. Das ist auch das, was ich im Training fordere. Da gibt es nur selten Pausen“: Bo Svensson.

Mainz 05 im Abstiegskampf

Laufen bis der Arzt kommt

  • Jan Christian Müller
    VonJan Christian Müller
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Bundesligst Mainz 05 hat läuferisch sichtbar zugelegt, aber dem Trainer reicht das noch lange nicht

Nach erfolgreichen Spielen bei Spitzenteams gilt es für Mainz 05, am Sonntagnachmittag Schwarzbrot mit dem FC Augsburg zu teilen und dabei zuzusehen, am Ende das etwas größere Stück zu behalten. Es wird interessant sein zu beobachten, wie die Nullfünfer, die zuletzt auf mickrige Ballbesitzphasen um die 30 Prozent kamen, sich gegen die bayerischen Schwaben anstellen. Augsburg dürfte wenig Interesse zeigen, das Spiel zu machen.

05-Trainer Bo Svensson hat mehrfach klargestellt, dass ihm das, was er inhaltlich von seiner Mannschaft geboten bekommt, nicht reicht. Übersetzt heißt das: Die Ergebnisse mit zehn Zählern aus den letzten fünf Spielen waren besser als die Darbietungen. „Die Entwicklung muss sein, dass wir die Gegner höher stehend vor mehr Probleme stellen.

Wahr ist aber auch, dass der Däne schon Beachtliches erreicht hat. Ballgewinne in des Gegners Hälfte gab es bei seinem zu viel Vorsicht neigenden Vorgänger Jan-Moritz Lichte nur sehr selten, zudem wirkte die Mannschaft seltsam matt. Inzwischen darf Sportvorstand Christian Heidel mit Fug und Recht behaupten: „Die Jungs laufen, bis der Arzt kommt.“ Sechs Kilometer mehr beim 2:2 in Leverkusen, fünf Kilometer mehr beim 2:1 in Mönchengladbach, zehn Kilometer mehr beim 1:1 in Dortmund. Zuvor waren es regelmäßig ähnlich viel oder weniger als die Gegner.

Svensson sagt, er habe die Truppe in gutem Zustand übernommen, und er fügt hinzu: „Unser Spiel lebt von Intensität. Das ist auch das, was ich im Training fordere. Da gibt es nur selten Pausen.“ Vorher und nachher eine gewisse Lockerheit, „aber im Training muss es zur Sache gegen.“ Das gelingt so gut, dass die Mainz-DNA wieder zu erkennen ist. Heidel: „Wir sind wieder zurück zu unseren Wurzeln gelangt.“ Svensson hat dazu auch die fast abgeschriebenen Stefan Bell und Adam Szalai erfolgreich reaktiviert, alte Fahrensmänner, die wissen, wir es früher war. Heidel vergleicht Svenssons erzieherischen und methodischen Ansatz eher mit dem von Thomas Tuchel als mit Jürgen Klopp. Was nachvollziehbar ist, denn unter Tuchel hat Svensson fünf Jahre erlebt, unter Klopp nur eines.

Dazu passt auch die Rhetorik. Svensson findet selbst nach umjubelten Siegen wie in Mönchengladbach auch öffentlich Kritik. „Wenn wir solche Leistungen bringen, werden wir nicht so viele Siege einfahren.“ Hätte Tuchel nicht besser formulieren können.

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