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Krieg in der Ukraine: UEFA entzieht St. Petersburg das Champions-League-Finale

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Von: Melanie Gottschalk

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Das Champions-League-Finale 2022 sollte eigentlich in der Gazprom-Arena in St. Petersburg stattfinden.
Das Champions-League-Finale 2022 sollte eigentlich in der Gazprom-Arena in St. Petersburg stattfinden. © Tim Goode/imago

Die dramatische Zuspitzung im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine trifft auch den Sport. Das Champions-League-Finale in St. Petersburg soll verlegt werden.

Nyon - Der Krieg in der Ukraine trifft auch den Sport. Denn eigentlich sollte das Champions-League-Finale 2022 in Wladimir Putins St. Petersburg stattfinden. Doch aufgrund des Angriffs von Russland auf die Ukraine hat die UEFA eine außerordentliche Sitzung des Exekutivkomitees am Freitag (10 Uhr MEZ) einberufen. Dort soll die Situation bewertet und notwendige Entscheidungen getroffen werden.

Wie der Sport-Informations-Dienst nun berichtet, soll St. Petersburg das Gastgeberrecht bei der UEFA-Sondersitzung des Exekutivkomitees entzogen werden. Nach Informationen der Press Association arbeite die UEFA mit Blick auf das Spiel bereits an Notfallplänen. Bereits in den vergangenen beiden Spielzeiten musste aufgrund der Corona-Pandemie der Final-Austragungsort gewechselt werden.

Krieg in der Ukraine: Verlegung des CL-Finales wird diskutiert

Im Gespräch ist derzeit offenbar ein Austragungsort in England, vor allem wenn es zwei Clubs aus der Premier League ins Finale schaffen sollten. Allerdings sind zwei Top-Arenen an diesem Tag bereits verplant. Im Wembley-Stadion soll das Playoff-Finale der Zweiten Liga ausgetragen werden und in der modernen Tottenham-Arena steht ein Rugby-Finale auf dem Programm. Im Gespräch ist daher auch das Olympiastadion, in dem West Ham United spielt.

Darüber hinaus dürfte sich bei der UEFA die Frage nach Sponsor Gazprom stellen. Das russische Energieunternehmen ist seit Jahren enger Partner des Kontinentalverbandes und auch bei Europameisterschaften prominent in den Stadien platziert. Dies könnte auch bei der nächsten EM im Sommer 2024 in Deutschland der Fall sein.

Krieg in der Ukraine wirkt sich auf Sport aus: „Es ist eine sehr heikle Situation“

„Es ist eine sehr heikle Situation, die sich stündlich ändern kann und die wir natürlich alle im Blick haben“, sagte DFB- Interimspräsident Rainer Koch der ARD-“Sportschau“ und betonte: „Aktuell geht es um die Sicherung des Weltfriedens und damit um weitaus Wichtigeres als Fußball. Etwaige Folgen für den Fußball wird die UEFA gegebenenfalls kommunizieren.“ (msb mit Material von dpa)

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