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Ukraine-Krieg: FC Schalke 04 reagiert - Gazprom verschwindet von Trikots

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Von: Melanie Gottschalk

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Mitten auf den Trikots des FC Schalke 04 prangt das Logo des russischen Energielieferanten Gazprom. Dieses soll aufgrund des Krieges in der Ukraine nun entfernt werden.
Mitten auf den Trikots des FC Schalke 04 prangt das Logo des russischen Energielieferanten Gazprom. Dieses soll aufgrund des Krieges in der Ukraine nun entfernt werden. © Teresa Krüger/imago

Der FC Schalke 04 hat aufgrund des Krieges in der Ukraine eine Entscheidung getroffen – und entfernt den Schriftzug des russischen Sponsors Gazprom.

Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 wird aufgrund des Krieges in der Ukraine den Schriftzug des russischen Energielieferanten Gazprom von ihren Trikots entfernen. Das hat der Verein am Donnerstagmittag (24.02.2022) mitgeteilt. „Mit Blick auf die Ereignisse, Entwicklung und Zuspitzung der vergangenen Tage hat sich der FC Schalke 04 dazu entschieden, den Schriftzug seines Hauptsponsors – „GAZPROM“ – von den Trikots zu nehmen. Dieser Schritt erfolgt nach Gesprächen mit GAZPROM Germania. Stattdessen wird „Schalke 04“ auf der Brust der Königsblauen stehen“, heißt es in dem Schreiben der Königsblauen.

Über weitere mögliche Schritte werde der Verein zu gegebener Zeit informieren. Bereits am Dienstag (22.02.2022) hatte der Zweitligist die politische Lage in Osteuropa „mit großer Sorge“ verfolgt, hieß es in einer Stellungnahme der Vereinsführung. Zu diesem Zeitpunkt stand noch nicht fest, ob und wenn ja, welche Konsequenzen der Verein zieht. „Der FC Schalke 04 wird die weitere Entwicklung beobachten, bewerten und nachdrücklich zum Frieden appellieren - zum Schutz der von der Krise betroffenen Menschen“, hieß es.

Krieg in der Ukraine: Mitglied des Aufsichtsrats beim FC Schalke 04 tritt zurück

Die eskalierende Situation hatte den FC Schalke 04 bereits am Donnerstagvormittag eingeholt. Denn der von den USA mit Sanktionen belegte Geschäftsmann Matthias Warnig legte bereits am Vormittag sein Mandat im Aufsichtsrat des Fußball-Zweitligisten FC Schalke 04 nieder. Warnig ist der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Nord Stream 2 AG, die eine Tochterfirma des russischen Energiekonzerns Gazprom ist.

„Sobald alle formellen Prozesse, die eingehalten werden müssen, durchgeführt sind, wird er dann auch den Aufsichtsrat des FC Schalke 04 verlassen“, sagte Club-Sprecher Marc Siekmann auf einer Pressekonferenz. Zu diesem Zeitpunkt stand weiterhin noch nicht fest, ob der Krieg in der Ukraine auch Auswirkungen auf das Sponsoring von Gazprom bei Schalke hat. Alle im Verein seien „schockiert gewesen von den Geschehnissen, die sich innerhalb Europas abspielen“.

Krieg in der Ukraine: Sanktionen gegen Aufsichtsratsmitglied des FC Schalke 04

US-Präsident Joe Biden hatte am Mittwoch (23.02.2022, Ortszeit) Strafmaßnahmen gegen die Betreibergesellschaft der Nord Stream 2 AG und deren Chef Warnig angekündigt. Das Finanzministerium in Washington erklärte, Geschäfte mit dem Betreiber Nord Stream 2 AG müssten innerhalb einer Woche beendet werden.

Angesichts der russischen Eskalation im Ukraine-Konflikt hatte die Bundesregierung das Vorhaben am Dienstag auf Eis gelegt und das Genehmigungsverfahren für Nord Stream 2 vorerst gestoppt. Warnig saß seit 2019 als Gazprom-Vertreter im Aufsichtsrat. Der ehemalige Schalker Aufsichtsratschef und Fleischproduzent Clemens Tönnies holte Gazprom Germania an Bord. Damals hielt er zusammen mit Putin ein Schalke-Trikot in die Kameras. (msb mit Material von dpa)

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