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Feiert die neunte Münchner Meisterschaft in Folge - und seine 39 Saisontore: Robert Lewandowski. Foto: dpa
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Feiert die neunte Münchner Meisterschaft in Folge - und seine 39 Saisontore: Robert Lewandowski.

Deutscher Meister

Kommentar zum FC Bayern: Demo der Überlegenheit

Die neunte Meisterschaft in Folge war ihnen schon vorher vor dem Spiel gegen Gladbach nicht mehr zu nehmen - kein Grund langsam zu machen. Ein Kommentar zum Titel des FC Bayern.

Der Titel ging so unspektakulär an die Bayern, wie es sich ziemte in einer Corona-Saison, die wir alle miteinander so hoffentlich nie mehr erleben müssen: Während die Münchner Profis vor ihrer Abreibung für Borussia Mönchengladbach routiniert den Rasen inspizierten, erzielte Borussia Dortmund das 3:2 gegen RB Leipzig. Somit war klar: Der FCB hätte auch nullsechs gegen Gladbach verlieren können und wäre trotzdem Meister geworden. Aber klar, diese Blöße gaben sich die Flick-gesteuerten Über-Bayern natürlich nicht. Stattdessen noch mal eine angemessene Demonstration der Stärke. Die Honoratioren - Keller, Löw, Bierhoff, Seifert und einige mehr - überschlugen sich danach. In einem solchen Moment gehört es sich natürlich nicht, lauwarmes Wasser in den eisgekühlten Schaumwein zu mischen und dezent darauf hinzuweisen, dass neun Titel in Reihe schön für den FC Ruhmreich sein mögen, aber weniger schön für den verbliebenen Rest im Fußballland.

Am Abend zuvor hatte der FC Chelsea drüben auf der Insel gezeigt, wie man einen Tabellenführer aushebeln kann, so dass Manchester City noch ein wenig länger auf die Meisterschaft in der Premier League warten muss. Derlei Aufbegehren gegen die Bayern ist hierzulande selten geworden, es braucht dann schon Schneeregen im Pokal in Kiel oder einen lust- und kraftlosen Tag des Branchenführers, um ausnahmsweise mal zu verlieren - wie neulich in Mainz.

Der Titel in dieser Souveränität ist - wie die diversen bayerischen Husarenstreiche der vergangenen Saison - indes auch deshalb bemerkenswert, weil die Transferpolitik sich sowohl vor der Saison 2019/20 als auch vor der noch laufenden Spielzeit ein gutes Stück weit weg vom Optimum gestaltete. Jamal Musiala aus der eigenen Jugend, Chapeau, ein richtig guter Junge, Leroy Sané für einen guten Preis von Manchester City. Ansonsten praktisch kein wirklich zukunftsträchtiger Zukauf, sondern viel Schnitt.

Für das Management komplizierter Personalien in diesem Frühjahr darf man aber getrost gratulieren. Nach dem Tamtam, das auch der scheidende Trainer Hansi Flick gezielt mitverursacht hatte, um zurück zum DFB zu gelangen, haben es die Bayern erstaunlich geräuscharm und flink hingekriegt, Julian Nagelsmann zu locken und mit dem DFB eine Vorabsprache über den Wechsel von Flick zu organisieren. Die Kassenlage war dabei natürlich behilflich. Den fetten Geldern aus der Königsklasse sei Dank.

Aber gerade ist nicht der Tag zum Meckern und Nörgeln und Lamentieren über Reich und Arm im Profifußball, und außerdem ist hier auch kein Platz mehr. Ergo: Glückwunsch, FC Bayern!

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